Steigende Antidrogenbehandlungen an Südtirols Krankenhäusern

Veröffentlicht am 12.04.2017
304 Krankenhausaufenthalte und 166 Erste-Hilfe-Zugänge im Jahr 2016 – Hohe Kosten

Südtirol hat ein massives Drogenproblem und umso wichtiger ist die Bekämpfung des Phänomens. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Gesundheitsbetrieb eine rasant ansteigende Anzahl von Patienten, die aufgrund des Drogenkonsums behandelt werden mussten. Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas erkundigte sich zur Situation im Land.

„Im vergangenen Jahr mussten 304 Personen einen Krankenhausaufenthalt aufgrund des Drogenkonsums in Anspruch nehmen. Im Jahr 2014 lag die Zahl noch bei 250 Personen. Insgesamt 166 Personen mussten im abgelaufenen Jahr 2016 in der Ersten-Hilfe aufgrund der Drogeneinnahme behandelt werden“, hält der Freiheitliche Landesparteiobmann in einer Aussendung einleitend fest und verweist auf die Antwort auf seine Anfrage.

„67 Personen mussten im Jahr 2016 mehr als einen Krankenhausaufenthalt absolvieren aufgrund des Drogenkonsums. In 47 Fällen wurde mehr als eine Diagnose im Zusammenhang mit der Einnahme von illegalen Substanzen erstellt“, entnimmt Blaas aus den vorliegenden Unterlagen. „Neben Cannabis und Kokain wird in Südtirol ein regelrechter Drogencocktail aus Morphin, Barbiturate und weiteren nicht näher genannten Substanzen eingenommen“, erörtert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Der Drogensumpf erzeugt neben den gesundheitlichen Schäden vor allem hohe Kosten und Folgekosten“, erklärt Blaas. „Die Krankenhausaufenthalte schlugen im Jahr 2014 mit etwa 1,2 Millionen Euro zu Buche, während sie im Jahr 2016 bereits auf etwa 1,5 Millionen Euro angewachsen sind. Zudem entfallen 20.597,65 Euro auf die genossenen Dienste der Ersten-Hilfe“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete fest.

„Fast täglich wird über Drogendelikte berichtet und auch die Sicherheitskräfte konnten etliche Drogendealer ausheben. Bei den Drogendealern handelt es sich meist um Ausländer, Illegale oder Asylwerber. Besonders die Nafri-Szene scheint beim Verbreiten und dem Handel von Drogen besonders umtriebig zu sein. Eine harte Bestrafung all jener, die Drogen verkaufen und weiterverbreiten, ist mehr als angemessen“, hält Walter Blaas abschließend fest und warnt vor einer weiteren Zuspitzung des Drogenproblems in Südtirol.