SPRAR-Programm ist keine Lösung

Veröffentlicht am 03.05.2017
Die Unterbringung von Asylanten wird in den Pustertaler Gemeinden kontrovers diskutiert – Bezirksobmann Taibon fordert einen Aufnahmestopp

Während sich eine Reihe von Pustertaler Gemeinden gegen die Teilnahme am SPRAR-Programm aussprechen und sich nicht bevormunden lassen wollen, haben einige Gemeinden im vorauseilendem Gehorsam ihre prinzipielle Teilnahme am Programm geäußert. Der Freiheitliche Bezirksobmann des Pustertals, Lois Taibon, sieht im SPRAR-Programm keine Lösung zur Bewältigung der Folgen der illegalen Masseneinwanderung. Er fordert eine verbindliche Obergrenze und die Durchsetzung des Grenzschutzes gegenüber Illegalen.

„Die Freiheitlichen sehen die unbegrenzte Aufnahme von Asylwerbern in Südtirol und insbesondere in den Landgemeinden sehr kritisch“, erklärt der Freiheitliche Bezirksobmann Lois Taibon. „Der Zuzug von Migranten, Illegalen und Asylwerben über das Mittelmeer scheint nicht abzubrechen und bereits jetzt sind sowohl der Staat als auch das Land überfordert. Nun sollen sich die Südtiroler Gemeinden einschalten und ihren ‚Beitrag‘ zum Asylchaos durch das SPRAR-Programm leisten“, hält Taibon fest.

„Zurecht leisten einige Gemeinden Widerstand an dieser Art der Politik und sprechen sich gegen die Aufnahme von Asylanten aus, zumal nicht vorausgesagt werden kann welche Personen schlussendlich untergebracht werden. Nach den Gewaltausbrüchen in den Flüchtlingsunterkünften in Bozen und aufgrund der unsicheren Lage in Europa sind die vielen Ängste und Befürchtungen der Bevölkerung mehr als berechtigt und nachvollziehbar“, betont der Freiheitliche Bezirksobmann des Pustertals.

„Die zusätzliche Unterbringung von kulturfremden Personen in Südtirols Landgemeinden ist keine Lösung, sondern spitzt die Situation weiter zu. Anstatt der illegalen Masseneinwanderung weiter zuzusehen müssen die Außengrenzen endlich geschützt und Personen, die keine Schutzstatus erhalten, abgeschoben werden“, fordert Taibon.

„Der Druck auf Südtirols Gemeinden sich dem SPRAR-Programm zur Aufnahme von Asylwerbern zu beteiligen ist hoch. Entweder die Gemeinden nehmen am staatlichen SPRAR-Programm teil oder sie werden an der Zuweisung von Asylanten durch das Land ausgesetzt“, hält Taibon fest und spricht sich gegen diese Vorgehensweise aus.

„Der von der verantwortlichen Regierungspolitik eingeschlagene Weg der willkürlichen Aufnahme von Migranten und Illegalen ist definitiv der falsche“, erklärt Lois Taibon. „Die Hilfe kommt nicht den wirklich Hilfsbedürftigen zugute, sondern im vorwiegenden Maß Wirtschaftsmigranten und Glücksrittern. Aus diesem Grund ist der Widerstand in etlichen Gemeinden des Pustertals mehr als nachvollziehbar“, schließt der Freiheitliche Lois Taibon in seiner Aussendung.