Speed-Check-Boxen ohne Zweckmäßigkeit

Veröffentlicht am 07.09.2016
L. Abg. Walter Blaas fordert Demontage der Anlagen

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas verweist in einer Aussendung auf die Mitteilung Nr. 97/2016 vom 30. August 2016 des Südtiroler Gemeindenverbandes, welche Unzulänglichkeiten bei den sogenannten „Speed-Boxen“ feststellt. Blaas fordert mit Nachdruck ein Ende des Boxen-Wahns in Südtirol.

„Mit viel Unmut und Skepsis hat die Südtiroler Bevölkerung die sogenannten ‚Speed-Boxen‘ im Land aufgenommen. Nicht als sinnvolle verkehrstechnische Maßnahme werden die Boxen angesehen, sondern als Geldeinnahmequellen für die Gemeinden“, unterstreicht der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung einleitend.

„Außerhalb der Ortschaften verlieren die Boxen sogar ihre Zweckmäßigkeit“, betont Blaas und zitiert aus der Mitteilung Nr. 97/2016 des Südtiroler Gemeindenverbandes:
„Die Vertreter des Straßendienstes haben erklärt, da die Speed-Check-Boxen im Sinne der Straßenverkehrsordnung nicht zur Straßenbeschilderung gehören, müssten sie außerhalb der geschlossenen Ortschaft drei Meter von der Straßengrenze entfernt aufgestellt werden. Dadurch ist die Zweckmäßigkeit der Boxen nicht mehr gegeben.“
„Die Boxen sind teuer, nur sehr bedingt einsetzbar und tragen kaum etwas zur Verkehrssicherheit bei“, kritisiert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete und empfiehlt den Gemeinden eine Demontage der Anlagen.

„Daneben bildet die wöchentliche Kontrolle der Boxen durch die Gemeinden ein besonderes Problem, da nur wenige Südtiroler Gemeinden diese entsprechend durchführen würden.“ Der Gemeindenverband warnt: „Denn ohne Kontrollen wird diese neue Form zur Abschreckung von Geschwindigkeitsüberschreitungen bald ihre Wirksamkeit verlieren“, entnimmt Blaas aus der Mitteilung des Verbandes.

„Wir Freiheitliche haben uns von Anfang an kritisch zu den Speed-Boxen geäußert und deren effektive Wirksamkeit hinterfragt. Nun zeigt sich, dass außer Kosten, wartungsintensiver Betreuung und gestraften Bürgern kaum ein Erfolg in Sachen Verkehrssicherheit zu verbuchen ist“, kritisiert Blaas abschließend.