Ski-WM St. Moritz: Haben wir ein „Südtirol Haus“ versäumt?

Veröffentlicht am 22.02.2017
Beispiel an Nordtirol nehmen - oder ans Beispiel Expo denken

„Die Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz ist nun zu Ende und auch wir Südtiroler haben mit unseren Südtiroler Sportlern mitgemischt. Aus werbewirtschaftlicher Hinsicht stelle ich mir die Frage, ob wir nicht - wie die Nordtiroler ein „Tirol Haus“ - ein „Südtirol Haus“ hätten einrichten sollen. Oder auch zusammen mit den Nordtirolern ein „Tirol-Südtirol Haus“ wäre eine Möglichkeit gewesen. Jedenfalls wissen wir, dass die Schweizer immer häufiger Südtirol als Urlaubsziel aufsuchen und unser Land schätzen. Auch wollen wir eine Bahnverbindung über die Vinschgerbahn in die Schweiz realisieren. Nicht zuletzt wissen wir, dass in der Schweiz viele Grenzpendler, vor allem aus dem Vinschgau, arbeiten. Also wäre ein „Südtirol Haus“ bei der WM in St. Moritz neben der Werbung auch ein klares Zeichen für eine engere Zusammenarbeit gewesen und ein Zeichen des Dankes an die Schweiz“, so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker in einer Aussendung.

„Denken wir an die vergangene Expo in Mailand, wo wir als eigenständiges Land vertreten waren und die Organisatoren von einem Erfolg sprachen. Der Südtirol-Stand wurde aufgrund des hohen Besucherandrangs regelrecht überrannt! Ich denke, wir sollten als Südtiroler immer weiter unsere Eigenständigkeit demonstrieren, denn unser Land verbindet man mit positiven Eindrücken, sei es in der Schönheit mit seinen Besonderheiten und im Organisatorischen. Aber vor allem täte es auch unseren Südtiroler Sportlern gut, wenn das Land sie auf gewissen Veranstaltungen begleitet. Südtirol sollte sich überlegen große Sportereignisse vermehrt als Werbeplattform zu nutzen. Zu denken sei vor allem auf den Wintersport. Auch Nordtirol fährt neben Österreich eine eigene Werbeschiene. Und uns täte es, wie gesagt, auch unserem „Wir sind Wir Gefühl“ gut. Deshalb rufe ich die Verantwortlichen im Werbesektor auf, Sportveranstaltungen noch mehr für Werbezwecke für Südtirol durch eine klare Präsenz des Landes zu nutzen. In St. Moritz haben wir diese Gelegenheit versäumt“, so Stocker abschließend.