Schwerste Unregelmäßigkeiten in der Gemeinde Waidbruck aufgedeckt!

Veröffentlicht am 12.01.2018
SVP-Gemeinderätin und amtierende SVP-Ortsobfrau beim rechtswidrigen Abkassieren von öffentlichen Geldern ertappt.
 
Was bereits seit längerem vermutet wurde hat sich nun bewahrheitet: Die SVP-Gemeinderätin und jetzige SVP-Ortsobfrau von Waidbruck, Frau Franziska Gasser, hat als Gemeindereferentin über einen längeren Zeitraum öffentliche Gelder rechtswidrig abkassiert.
In den Jahren 2011 bis 2013 hat Franziska Gasser als damalige SVP-Gemeindereferentin unter der Amtsführung von Bürgermeister Oswald Rabanser mehrere Kurse und Materialeinkäufe mit der Gemeinde abgerechnet.
Auf Nachfrage der Freiheitlichen Gemeinderäte stellte sich jedoch heraus, dass sie für die Kursbesuche keine Bestätigungen vorweisen kann. Auch für einige ihrer Einkäufe gibt es keine ordnungsgemäßen Spesenbelege. Diese Umstände veranlassten die Freiheitlichen Gemeinderäte der Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Dabei wurden schwerwiegende Unregelmäßigkeiten aufgedeckt.
Die SVP-Gemeindereferentin hat in besagtem Zeitraum die Kosten für mehrere Kurse der Gemeinde angelastet, anscheinend ohne die Kurse jemals selbst besucht zu haben! Auch für verschiedene Einkäufe hat sie lediglich handgeschriebene Zettel vorgelegt! Dass solch schwerste Unregelmäßigkeiten unter der Amtsführung von Bürgermeister Oswald Rabanser und unter der Aufsicht von Gemeindesekretär Werner Natzler geschehen sind, sollte für alle Waidbrucker Bürger ein Warnsignal sein.
Beide Herren sind nämlich dafür bekannt, dass sie bei den ehrenamtlichen Vereinen im Dorf gerne akribisch genau kontrollieren und die Vereinsmitglieder wegen Kleinigkeiten sofort öffentlich an den Pranger stellen. Warum sie bei den unrechtmäßigen Handlungen der ehemaligen SVP-Gemeindereferentin Franziska Gasser trotz mehrerer Hinweise nicht nachgeschaut haben, lässt den Verdacht aufkommen, dass die Angelegenheit wohl lieber hätte vertuscht werden sollen.
Aussagen wie: „...bei der Spesenabrechnung gibt es keine Unregelmäßigkeiten und es wurde auch kein Gesetz missachtet ...“ oder „… die Angelegenheit wurde mit dem Gemeindesekretär abgeklärt ...“ klingen äußerst unglaubwürdig und werfen kein gutes Licht auf Bürgermeister Oswald Rabanser und den Gemeindesekretär Werner Natzler.
Aufgrund von Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft am Rechnungshof nämlich gröbste Unregelmäßigkeiten festgestellt („… illegittime richieste di rimborso ...“ und „… una chiara violazione del vincolo di destinazione del denaro pubblico e una deviazione rispetto al paradigma legislativo.“) und besagte SVP-Gemeindereferentin zur Rückzahlung der unrechtmäßigen Art und Weise kassierten öffentlichen Gelder angewiesen. Damit wurde vorerst einmal der finanzielle Schaden behoben, strafrechtlich ist die Angelegenheit noch nicht abgeschlossen.
Durch ihr grob unrechtmäßiges Verhalten hat die ehemalige SVP-Gemeindereferentin und jetzige SVP-Gemeinderätin Franziska Gasser dem Ansehen der Gemeinde Waidbruck jedenfalls großen Schaden zugefügt.
Aufgrund ihrer gröblichst unrechtmäßigen Handlungen fordern wir die SVP-Gemeinderätin Franziska Gasser auf, sämtliche politischen Ämter in der Gemeinde Waidbruck umgehend niederzulegen, um dem Ansehen der Gemeindeverwaltung nicht weiterhin nachhaltigen Schaden zuzufügen.
Gleichzeitig legen wir dem Gemeindesekretär Werner Natzler nahe, seine Arbeitsweise in der Gemeinde Waidbruck zu überdenken. Es wäre nämlich angebracht, weniger „Erbsenzählerei“ bei den ehrenamtlichen Vereinen zu betreiben und stattdessen mehr Zeit in Wesentliches zu investieren. Dadurch würden ihm solche groben Unregelmäßigkeiten auch nicht so einfach entgehen.
 
Die FH-Gemeinderäte von Waidbruck
Michael Gantioler, Norbert Merler, Stefan Merler