Schließung von Spielhallen in Bozen

Veröffentlicht am 06.02.2017
Es war an der Zeit, dass mehrere Spielhallen in Bozen sowie in anderen Gemeinden Südtirols in den vergangenen Tagen endlich geschlossen wurden. Der Grund für die Schließung war die unmittelbare Nähe zu sensiblen Einrichtungen. Wenn sich Spielhallen im Umkreis von 300 Metern zu schulischen Einrichtungen oder Jugendzentren befinden, stellen sie ein Problem dar. Im Kampf gegen die Spielsucht hatte die Landesverwaltung vor Jahren ihr Gesetz aus dem Jahr 1992 an die aktuelle Situation angepasst.

Zum Schutz bestimmter Personengruppen und zur Prävention der Spielsucht werden demnach keine Bewilligungen für Spielstätten mehr erteilt, die sich in der Nähe von schulischen Einrichtungen und Jugendzentren befinden. Mit dieser Maßnahme, sollen Kinder und Jugendliche nicht schon im frühen Alter mit Glücksspielen so einfach in Verbindung kommen. Wenn man bedenkt, wie viele Menschen durch Glücksspiele ihr gesamtes Vermögen sowie ihre Existenz verlieren, dann ist es richtig, dass der Gesetzgeber verschiedene Maßnahmen ergreift. Der Bürger soll durch den erschwerten Zugang zu Glücksspielen vielleicht mehr über die Auswirkungen nachdenken. Auch Glückspiele können zur Sucht werden, wie es sich in den vergangenen Jahren herausgestellt hat.

Bezirksobmann von Bozen Stadt und Land
Walter Frick