Schlepperei im Vinschgau

Veröffentlicht am 03.04.2017
Menschenhandel, Treibstoffschmuggel und Drogen am Reschen – Freiheitliche Warnung vor alternativen Routen für Kriminelle

Am Freitag, den 10. Februar 2017 erschütterte die Meldung, dass Schlepper im Vinschgau festgenommen wurden, das Land. Die Carabinieri von Schlanders sollen am Reschen in der Nacht auf Freitag ein auffälliges Fahrzeug bemerkt haben, das in Richtung Österreich unterwegs war. Die Sicherheitskräfte überprüften das seltsame Fahrzeug und bemerkten einen Mann aus Moldawien und einen Inder auf den vorderen Sitzen des Wagens. Auf den Rücksitzen hingegen befanden sich vier Illegale aus Nigeria. Während die beiden mutmaßlichen Schlepper festgenommen wurden, wurden die vier illegalen Einwanderer in eine Kaserne gebracht. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas informierte sich über die Situation und warnt vor den Folgen der illegalen Masseneinwanderung.

„Die Masseneinwanderung von Afrika über das Mittelmeer hatte verstärkte polizeiliche Kontrollen nördlich des Brenners zur Folge. Es scheint nun, als ob sich die Kriminellen alternative Routen suchen. Besonders der Reschen kommt derzeit nicht aus den Schlagzeilen. Der Festnahme der Schlepper Anfang Februar folgte einen Monat später der Dieselölschmuggel und jüngst wurden 1,4 Tonnen Marihuana von den Sicherheitskräften beschlagnahmt“, erörtert Blaas einleitend.

„Aufgrund der anhaltenden illegalen Einwanderung werden die Grenzübertritte weiter zunehmen. Ein Teil der Illegalen und deren Schlepper werden verstärkt auf die Nebenrouten, wie den Reschen oder das Pustertal, ausweichen, denn am Brenner intensiviert Österreich seine Kontrolltätigkeit“, warnt Blaas. „In den vergangenen drei Jahren wurden an den Grenzübergängen im Vinschgau insgesamt 6 Bürger aus Drittstaaten von Seiten der österreichischen Ordnungskräfte nach Südtirol zurückgewiesen. Die Schweizer Behörden haben hingegen einen Ausländer zurückgewiesen“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete mit Blick auf die vorliegenden Unterlagen fest.

„Die illegale Massenzuwanderung und die Kriminalität hängen unverbrüchlich zusammen“, betont Blaas. „Solange die Politik der offenen EU-Außengrenzen aufrechterhalten bleibt, wird sich die Sicherheitslage weiter anspannen. Die Folgewirkungen der Masseneinwanderung sind allerorts unübersehbar und die kriminellen Machenschaften von Schleppern, Schmugglern und Drogenhändelern greifen zusehends auf die Nebenschauplätze über“, kritisiert Blaas abschließend.