Schade um „Bruneck“

Veröffentlicht am 05.05.2017
Wieder einmal finden Dreharbeiten in Südtirol statt, genauer gesagt im Pustertal. Aber dieses Mal steht nicht Terrence Hill für „Un passo dal cielo“ vor der Kamera, sondern die Kicker der „Puschtra“ Fußballmannschaft „St. Georgen Amateure“ für die Sendung „Das T steht für Coach“ von Hans Sarpei.

Dieses TV-Format des Senders „Sport 1“ sucht nach Amateurteams, welche nicht ganz erfolgsverwöhnt eine Meisterschaft spielen. Die „Jergina“ haben sich bereits vor eineinhalb Jahren dafür beworben und seit 2. Mai sind die Kameraleute in St. Georgen, um Trainings zu filmen. Seit Donnerstag, 4. Mai sind auch die drei Star-Trainer Hans Sarpei, Peter Neururer und Kenny Krause vor Ort und leiteten am vergangenen Abend das 1. öffentliche Training.

Wie gewöhnlich sind auch bei diesem „Event“ Sponsoren mit im Spiel. Gerade wenn Filmteams zugegen sind, muss eine gute Sichtbarkeit der Sponsoren gegeben sein. Deshalb wurden auf die Umzäunung des Ahrstadions in St. Georgen verschiedene Sponsorenbanner angebracht, u.a. Kronplatz oder die Dachmarke Südtirol.

Unverständlich sind allerdings die Banner mit der Bezeichnung „Brunico“. „Wenn man bedenkt, dass in der Stadtgemeinde Bruneck laut letzter Volkszählung vom Jahr 2011 über 80 Prozent der Bevölkerung der deutschen Sprachgruppe angehört und auch die Sendung im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird, so ist die italienische Bezeichnung wahrlich alles andere als passend!“, ärgern sich der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Hannes Zingerle und Freiheitliche Gemeinderat der Stadtgemeinde Bruneck Bernd Ausserhofer.

„Wenn in den letzten Jahren immer mehr gedreht wird in unserem Land, dann ist dies mit Sicherheit auch auf die Filmförderung des Landes zurückzuführen. Natürlich bemüht man sich dann, unser Land von seiner schönsten Seite zu zeigen und das ist auch gut so. Doch in einer mehrheitlich deutschen Stadt wie Bruneck im Pustertal sollte es doch möglich sein, für einen deutschen TV-Sender nicht die italienische Bezeichnung der Gemeinde zu verwenden – Schade um „Bruneck“, so abschließend Zingerle und Ausserhofer.