Ruf nach Selbstbestimmung wird lauter

Veröffentlicht am 12.05.2016
Freiheitliche begrüßen Salvinis Bekenntnis - Illegale Masseneinwanderung gefährdet das Fortbestehen von Minderheiten

Der Ruf nach dem Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler wird lauter und kann von der SVP wohl kaum noch überhört werden. Nachdem die FPÖ bereits ein Bekenntnis zum Recht der Südtiroler auf Selbstbestimmung abgegeben hat, folgte von der Lega Nord mit Salvini das Bekenntnis frei über die Zukunft entscheiden zu lassen. Während von wichtigen Staatsparteien aus Österreich und auch aus Italien das verbriefte Recht der Südtiroler auf Selbstbestimmung ausgerufen wird, schweigt die SVP und scheint sich mit dem der herrschenden Situation zufrieden zu geben.

Die herrschende Situation bedeutet derzeit eine bröckelnde Autonomie, die Aushöhlung der Minderheitenrechte, die Gefährdung des sprachlichen und kulturellen Fortbestandes durch Unterrichtsmethoden wie CLIL und nicht zuletzt die sich zuspitzenden Verhältnisse durch die illegale Masseneinwanderung aus kulturfremden Herkunftsländern.

Die SVP hat in der jüngsten Vergangenheit immer wieder gezeigt, wie sehr sie die herrschenden Verhältnisse zementieren will, sich an Rom kettet und Gräben zur österreichischen Schutzmacht aufwirft. Die anhaltende Zuwanderung gefährdet die Fundamente der Autonomie, denn wie wird sich irgendwann der Autonomiestatus rechtfertigen lassen, wenn wir eine Minderheit im eigenen Land sind? Es gibt kein Argument an diesen erstarrten Aussichten für Südtirol festzuhalten und weiter die Wurzeln der Heimat freizulegen.

Die Zukunft unserer Heimat liegt nicht beim italienischen Zentralstaat. Das Recht auf Selbstbestimmung ist ein verbrieftes Recht der Völker, die sich in einem fremden Nationalstaat befinden. Die Südtiroler Bevölkerung hatte nach dem ersten Weltkrieg nie die Möglichkeit über ihr weiteres Schicksal abzustimmen. Dieses Recht kann den Volksgruppen nicht weggenommen werden und bleibt bestehen. Die derzeit herrschende Autonomie ist nur eine Übergangslösung und nicht das Ende der Geschichte.

Die Freiheitlichen rufen die Südtiroler Bevölkerung zur Teilnahme am Unabhängigkeitstag - organisiert vom Schützenbund - am kommenden Samstag in Bruneck auf. Es gilt ein Zeichen zu setzen und den Ruf nach Selbstbestimmung lauter werden zu lassen.

L. Abg. Walter Blaas - Parteiobmann
Simon Auer - Generalsekretär