Räumung der Laimburg kostet über 1,4 Millionen Euro

Veröffentlicht am 06.07.2017
L. Abg. Walter Blaas: „Öffentliche Gebäude dürfen mit keinem hohen Risiko versehen sein“.
 
Einige Teile der Laimburg mussten vorsorglich geräumt werden, da Felssicherungsarbeiten anstehen. Die Gebäude befinden sich in einer Zone, die von eventuellen Felsstürzen massiv betroffen wäre. Der Großteil der Felswand des Mitterbergs im nordwestlichen Bereich der Laimburg muss mit verschiedenen Maßnahmen gesichert werden. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas erschloss die Hintergründe mittels einer Anfrage.
 
„Die in die Wege geleiteten und notwendigen Sicherungsarbeiten machten stutzig, zumal davon ausgegangen werden kann, dass ein relativ neues, öffentliches Gebäude in einem geologisch unbedenklichen Gebiet errichtet wird“, hält Blaas seine Motivation zur Intervention in einer Aussendung einleitend fest. „Die betroffenen Gebäudeteile wurden bereits vor dem Jahre 1972 errichtet und seitdem mehrmals an die betrieblichen Notwendigkeiten angepasst. Die Geologie und die Gefahrenstellen wurden beim Umbau der betroffenen Gebäudeteile des Versuchszentrums sehr wohl berücksichtig, davon zeugen die geologischen Gutachten vom 3. April 1980, die Felssicherungen aus dem Jahre 1989, sowie das geologische Gutachten und die Sicherungsmaßnahmen aus dem Jahre 1997“, zitiert Blaas aus der Antwort des Landesrates Tommasini.
 
„Glasspione überwachten den nun abzusichernden Felsen“, hält Blaas fest und gibt zu bedenken, dass sich die Verantwortlichen der drohenden Gefahr bewusst waren. „Über 1,4 Millionen Euro an Kosten kommen nun auf die auszuführenden Arbeiten zu. Dazu mussten wichtige Gebäudeteile – unter anderem die Büros und Labors – geräumt werden“, kritisiert Blaas. „Zwar sind die Arbeiten aus ersichtlichem Grund notwendig, aber öffentliche Bauten sollten nicht mit einem ständig hohen Risiko verbunden sein. Für die Steuerzahler bedeutet dies eine erhebliche Bindung von Mittel, die andernorts eingesetzt werden könnten“, stellt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete fest.
 
„Geologische Unruhegebiete, Steinschlaggefahren oder Überflutungen sind für derartige Einrichtungen nicht zuträglich. Künftig muss verhindert werden, dass öffentliche Gebäude wie die Laimburg, nicht in gefährlichen Lagen errichtet und betrieben werden. Die Mehrkosten sind angesichts des bedachten Umgangs mit öffentlichen Mitteln ab einem bestimmten Punkt nicht mehr zu rechtfertigen. Ansonsten wird die Angelegenheit der Rechnungshof zu klären haben“, betont Walter Blaas abschließend.