„Philipps Lappen“ – Aufklärung unumgänglich

Veröffentlicht am 02.11.2017
Die freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, fordert eine lückenlose Aufklärung der Causa rund um die Führerscheinrevision des Landesrates Achammer. Besonders als Schullandesrates habe Achammer eine besondere Vorbildfunktion, sodass die Notwendigkeit der Wahrheitsfindung unumgänglich ist.
 
„Jeder „normale“ Bürger und Politiker wird heute beim Lesen des ff-Artikels „Philipps Lappen“ den Kopf geschüttelt haben“, hält die freiheitliche Fraktionssprecherin Ulli Mair in einer Aussendung einleitend fest. „Jeder im Land kennt die Hürden der Bürokratie, die deutsche Gründlichkeit bei der Anwendung der italienischen Gesetze und vielen Amtswege, die bei jeder Kleinigkeit zurückzulegen sind. Sollte Landesrat Achammer tatsächlich eine „Sonderbehandlung“ bei der Führerscheinrevision erhalten haben, so sind die politischen und institutionellen Konsequenzen unumgänglich“, fordert Mair.
 
„Es wird im Interesse des Landesrates liegen, Stellung zu beziehen und eine lückenlose Aufklärung zu unternehmen. Es kann nicht angehen, dass politisch sichtbare Personen anders behandelt werden als alle anderen Bürger“, betont die freiheitliche Landtagsabgeordnete.
 
„Insbesondere die Aussagen der Amtsdirektorin, dass die entsprechenden Akten, welche die Vorgänge rund um die Führerscheinrevision klären könnten, verloren gegangen seien, bedarf einer entsprechenden Untersuchung. Genauso wird sich der Rechnungshof mit der Einzelprüfung Achammers im Prüfzentrum des Landes in Bozen Süd auseinanderzusetzen haben, denn wahrscheinlich wird nicht jeder Bürger unseres Landes eine derartige Vorzugsschiene in Anspruch nehmen dürfen“, so Mair.
 
„Die Vorbildfunktion des Landesrates Achammer hat in dieser Affäre einen klaren Schaden erlitten. Sollten sich die vorgebrachten Inhalte der Medien bewahrheiten und bestätigen, so sind politische Konsequenzen unumgänglich“, betont Ulli Mair abschließend.
 
Ulli Mair
Abgeordnete zum Südtiroler Landtag