Orthopädische Schuhe – ein unterschätztes Problem

Veröffentlicht am 11.11.2016
L. Abg. Walter Blaas weist auf Problematik hin – Betroffene brauchen ausreichende Unterstützung

Laut derzeit geltenden Bestimmungen haben Personen mit ärztlich attestierter starker Gehbehinderung Anrecht auf ein kostenloses Paar orthopädische Schuhe im Jahr. Wie sicherlich jeder nachempfinden kann, ist es äußerst unbequem und schwierig mit lediglich einem Schuhpaar pro Jahr auszukommen, zumal der Abnutzungsgrad dieser Sonderanfertigungen besonders groß ist. Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas hatte bereits einige Initiativen im Landtag gestartet, um den Betroffenen ein weiteres Paar Schuhe pro Jahr zuzustehen. Die Mehrheit im Landtag konnte sich bisher nicht durchringen.

„In den vergangenen Jahren wurden etwa 1.900 nicht maßgeschneiderte orthopädische Schuhe, etwa 550 maßgeschneiderte orthopädische Schuhe und circa 4.350 Einlagen in Südtirol kostenlos ausgegeben“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung einleitend fest und verweist auf die Antwort auf seine Anfrage. „Alle Personen, die als Zivil-, Arbeits-, Kriegs- und Dienstinvaliden anerkannt wurden und Probleme mit der Gehfähigkeit haben, sind berechtigt um ein kostenloses Paar orthopädischer Schuhe oder Einlagen anzusuchen“, hält Blaas fest und verweist auf die Wichtigkeit dieser Maßnahme.

„Im Durchschnitt kostet ein paar maßgeschneiderte orthopädische Schuhe etwa 800 Euro, während nicht maßgeschneiderte Schuhe etwa 250 Euro kosten“, erläutert Blaas.

„Das Auskommen mit lediglich einem paar orthopädischer Schuhe ist für die Betroffenen keine Leichtigkeit“, unterstreicht Walter Blaas zumal die Anschaffungskosten nicht für alle erschwinglich sind. „Die Politik hätte die Pflicht die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass den Betroffenen bei der Anschaffung eines zweiten Paars orthopädischer Schuhe unter die Arme zu greifen“, betont der Freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Die derzeit geltende Regelung ist eine Leistung, die in ganz Italien unter denselben Bedingungen erbracht werden. Der Staat hat die Ausgabe auf ein Paar pro Jahr derzeit limitiert“, so Blaas mit Blick auf die vorliegenden Informationen.

„Würden die Personen mit Gehbeeinträchtigung bei den orthopädischen Schuhen mehr unterstützt, ließen sich andere therapeutische und orthopädische Folgekosten vermeiden“, erklärt Walter Blaas und verweist abschließend auf die Notwendigkeit des Tragens der Schuhe.