Österreich-Wahl ist eine Richtungswahl für Südtirol!

Veröffentlicht am 13.10.2017
Die freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, bezeichnet die bevorstehende Nationalratswahl in Österreich als eine Richtungsentscheidung in mehrerlei Hinsicht auch für Südtirol. „Ganz besonders natürlich, weil Österreich das Vaterland und die Schutzmacht der Südtiroler ist und die Politik in Österreich immer auch die Südtiroler Gegebenheiten mitprägt“, so Mair.
 
„Zu einer Richtungswahl wird die Wahl in Österreich aber auch wegen der politischen Konstellation im Vaterland: Das ideologische Pendant zu Kompatscher und Achammer, SPÖ-Chef Christian Kern droht die Abwahl als Kanzler. Damit bekommt auch die politische Linie der SVP, die mit Kompatscher und Achammer eindeutig eine linke Schlagseite abbekommen hat, grobe Schrammen. Als Favorit geht hingegen Sebastian Kurz in diese Wahl, dessen ÖVP zwar als Schwesterpartei der SVP gilt, die aber inzwischen programmatisch und inhaltlich kaum noch etwas mit der SVP zu tun hat. Während die SVP immer noch spätlinken Phantasien nachhängt, etwa in der Einwanderungspolitik oder in der Haltung zur EU, hat die ÖVP unter Sebastian Kurz hauptsächlich FPÖ-Themen angenommen. Wenn sich Sebastian Kurz durchsetzt, dann stellt dies auch die programmatische Richtung der Südtiroler Volkspartei in Frage“, so Mair weiter.
 
„Letztens bedeutet ein sattes Plus für die FPÖ einen Aufwind für die Südtirol-Frage in Österreich und innerhalb der EU. Die FPÖ hat wie keine andere Partei in Österreich das Thema Südtirol mit Kompetenz, Konsequenz und Herzblut vertreten. Zudem ist die FPÖ die einzige Partei, die seit Jahrzehnten eine Einwanderungspolitik mit Weitblick verfolgt und Ideengeber für Sebastian Kurz und vielleicht mit anderen Führungspersönlichkeiten auch der SVP sein kann. Eine Regierungsbeteiligung der FPÖ wäre ein großer Gewinn für Südtirol. An dieser Stelle gilt der FPÖ mit Bundesparteiobmann und Spitzenkandidat HC Strache alles Gute für die Wahl am Sonntag!“, schreibt Mair.
 
„Ganz egal, wie die Wahl am Sonntag auch ausgehen mag, ist die Südtiroler Landesregierung grundsätzlich aufgefordert, medial-politische Fototermine künftig zu unterlassen und mit allen Parteien Österreichs an einer Weiterentwicklung der Südtirol-Autonomie hin zu deutlich mehr Unabhängigkeit bis hin zu einem Freistaat zu arbeiten“, schließt Mair.