Öffentlicher Personennahverkehr – untragbare Zustände

Veröffentlicht am 11.11.2016
Fahrschüler ergattern mit Glück einen Stehplatz, von einem Sitzplatz können sie nur träumen

Das Land gibt für den öffentlichen Personennahverkehr sehr viel Geld aus. Daher erwarten sich die Bürger, dass die entsprechenden Dienste auch angemessen funktionieren. Leider ist dies in der Realität in mehreren Landesteilen nicht der Fall. Der Unterfertigte hat wiederholt auf die „Problemlinien“ Kastelruth-Bozen und insbesondere Bozen-Kaltern hingewiesen und die Landesregierung davon in Kenntnis gesetzt. Da die Menschen erfahren müssen, dass anderswo zwei Konzessionäre gleichzeitig dieselbe Linie beschicken und dort die Busse teilweise fast leer zirkulieren, wächst der Unmut unweigerlich. Heute wurde dem Unterfertigten mitgeteilt, dass auch die Züge Bozen-Meran teilweise derart überfüllt sind, dass Fahrgäste – meist Schüler – von Glück reden, wenn sie noch einen Stehplatz ergattern (siehe beigefügtes Foto von heute, 11.11.2016)). Dasselbe gilt angeblich auch für die Busse.
Schüler, die von Eppan nach Meran zur Schule fahren, erleben häufig untragbare Zustände. Wenn sie in Sigmundskron aus dem meist überfüllten Bus aussteigen und dem aus Bozen kommenden Zug zusteigen, ist es eine regelrechte Lotterie, einen Platz zu bekommen. Aber der Heimweg ist beinahe noch schlimmer und manchmal haben Fahrschüler gar keine Chance, in Sigmundskron in den Bus Richtung Eppan zu steigen, weil er bereits überfüllt ist.

Die Landesregierung, die für den öffentlichen Personennahverkehr sehr viel Geld der Steuerzahler bereitstellt, ist aufgerufen, die anhaltenden Missstände ehestens zu beseitigen und dafür zu sorgen, dass Fahrgäste, auch Fahrschüler, angemessen befördert werden. Da sich diese Missstände in der Regel auf bekannte Stoßzeiten beziehen, dürfte eine entsprechende Organisation leicht möglich sein.

L. Abg. Pius Leitner