Oberhofer: „Muttersprachenschutz bedeutet Autonomieschutz“

Veröffentlicht am 07.12.2017
Schutzmechanismen für deutsche und ladinische Bildungseinrichtungen sind unerlässlich

Die freiheitliche Vizeparteiobfrau und Landtagsabgeordnete Tamara Oberhofer verweist auf die Notwendigkeit des Handels angesichts der massiven Zunahme von ausländischen Personen in den Bildungseinrichtungen und Kindergärten. Besonders bei der jüngsten ASTAT-Studie, die sich mit den Kindergärten auseinandersetzt, fällt die starke Zunahme an ausländischen Kindern in den vergangenen zehn Jahren auf. Während die Anzahl der einheimischen Kinder im besagten 10-Jahre-Zeitraum um 3,2% gestiegen ist, hat sich jener der ausländischen Kinder um 93,6% erhöht.

„Im November genehmigte der Südtiroler Landtag einen freiheitlichen Beschlussantrag zur Erhebung der Muttersprache an Südtirols Schulen und Kindergärten. Demnach verpflichtete der Südtiroler Landtag die Landesregierung (die Zustimmung der Datenschutzbehörde ist vorausgesetzt) die Angabe der Muttersprache der Kinder und Jugendlichen aus statistischen Gründen in den Anmeldeformularen für den Besuch des Kindergartens und der Schule vorzusehen“, erklärt die freiheitliche Landtagsabgeordnete ihre Initiative. „Schlussendlich geht es um den Schutz der deutschen und ladinischen Minderheit und damit unserer Autonomie. Es gilt die mittel- und langfristigen Entwicklungen aufzuzeigen, um zeitnahe reagieren zu können, damit die deutsche und ladinische Sprache geschützt bleiben“, hält Oberhofer fest.

„Das Recht des muttersprachlichen Unterrichtes, wie es im Autonomiestatut verankert ist, kann nicht gewährt werden, wenn an deutschen oder ladinischen Kindergärten und Schulen die beiden Sprachen nur mehr von einer Minderheit als Muttersprache verwendet werden“, erörtert die freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Damit einher geht ein schleichender Verfall des Minderheitenschutzes und letztlich der Autonomie“, unterstreicht Oberhofer.

„Die Entwicklung der vergangenen Jahre und die Passivität der linkslastigen Politik haben aufgezeigt, dass der Minderheitenschutz der deutschen und ladinischen Volksgruppe täglich erstritten werden muss. Aus diesem Grund sind Maßnahmen, wie Obergrenzen in der Einwanderung oder das Beenden der Sprachexperimente mit dem CLIL-Unterricht, unumgänglich“, hält die freiheitliche Landtagsabgeordnete abschließend fest.