Niqab-Shops als Treffpunkt für Salafisten

Veröffentlicht am 14.09.2016
Warnungen aus Deutschland ernst nehmen – Ansiedelung in Südtirol vermeiden

Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas verweist in einer Aussendung auf Warnungen aus Deutschland. Dr. Susanne Schröter, die Leiterin des Zentrums Globaler Islam der Universität Frankfurt am Main, warnte in einem Interview vor sogenannten „Niqab-Shops“, die als Treffpunkte für Salafisten dienen. Bei der extremistischen Szene herrsche Handlungsbedarf.

„Durch den steten Zuzug von Personen aus den islamischen Kulturkreisen nach Südtirol besteht die Möglichkeit, dass früher oder später sogenannte ‚Niqab-Shops‘ in Südtirol eröffnen könnten. In diesen Geschäften können Frauen Teil- und Vollverschleierungen erwerben“, gibt der Freiheitliche Landesparteiobmann zu bedenken.

„Die Ansiedelung von Geschäften, die Niqabs oder Burkas vertreiben, ist in Südtirol zu vermeiden“, hält Blaas fest und verweist auf die Warnungen aus Deutschland. Experten erklären, dass es sich hierbei nicht nur um Modeläden handle, sondern auch um Teile einer salafistischen Infrastruktur.

„Das Ausheben der Meraner-Terrorzelle soll als warnendes Beispiel dienen“, unterstreicht Walter Blaas mit dem Hinweis, dass Südtirol vor extremen Salafisten nicht gewappnet sei. „Aus diesem Grund muss die Politik dafür Sorge tragen dem islamistischen Extremismus den Nährboden zu entziehen. Geschäfte und Treffpunkte dieser Art sind in Südtirol zu untersagen“, betont Walter Blaas abschließend mit der Ankündigung einer Intervention im Landtag.