Neuroreha am Krankenhaus Sterzing – Worte und Taten passen nicht zusammen

Veröffentlicht am 27.06.2016
Anfrage von L. Abg. Pius Leitner im Rahmen der Aktuellen Fragestunde

Der Freiheitliche Fraktionssprecher im Südtiroler Landtag, Pius Leitner, wollte mit einer Anfrage Klarheit über die weitere Zukunft der Neuroreha am Krankenhaus von Sterzing erlangen. Die Antwort der zuständigen Landesrätin öffnete weit mehr neue Fragen als dass sie eindeutige Aussagen erschließen konnte.

„Für die Landesabteilung Gesundheit gebe es keine Krise“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete in einer Aussendung mit Blick auf die vorgelegte Antwort der zuständigen Landesrätin zur Situation der Neuroreha am Krankenhaus von Sterzing fest. „Auf sämtliche Anfragen von Professor Saltuari sei in den letzten Monaten geantwortet worden. Die Landesregierung habe von den ‚Drohungen‘ des Professors lediglich aus den Medien gehört“, entnimmt Leitner aus den Informationen der Landesrätin und unterstreicht, dass Worte und Taten über die weitere Zukunft der Neuroreha auseinanderklaffen.

„Die Voraussetzungen zur Fortführung des Vertrages von Professor Saltuari seien bereits Ende 2015 gelegt worden“, so Leitner, „aber derzeit fehle die Unterschrift von Tiroler Seite unter dem Vertrag, welcher von Südtirol bereits unterzeichnet sei.“ Pius Leitner verweist hierbei auf die spezifische Zusammenarbeit mit den Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH, besonders mit „Hochzirl“ und der Abteilung Neuromotorik an der Universität Verona.

„Laut Aussagen der zuständigen Landesrätin Martha Stocker sei der Standort des Krankenhauses von Sterzing gesichert, da nicht unerhebliche Investitionen in den vergangenen Jahren sowohl in die Infrastruktur als auch ins Personal geleistet wurden“, so der Freiheitliche Fraktionssprecher abschließend, der nach wie vor auf klare Antworten in Sachen Neuroreha hofft.