Neuregelung der Tourismusorganisationen

Veröffentlicht am 06.05.2016
Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner hat sich bei der Landesregierung genau über die Neuregelung der Tourismusorganisationen erkundigt.

Laut Medienberichten habe die Landesregierung den Südtiroler Tourismusverbänden- und vereinen eine Neuregelung der Tourismusorganisationen, welche eine Einteilung in 3 Regionale Managementeinheiten (RME) vorsieht, vorgestellt. Der Vorschlag von Seiten der Landesregierung sei grundsätzlich begrüßt worden, so Leitner in einer Aussendung.

Entstanden sei die Überlegung einer Reorganisation der Tourismusstrukturen von der Arbeitsgruppe Tourismus bestehend u.a. aus dem Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV), dem Landesverband der Tourismusorganisation in Südtirol (LTS) im Rahmen der Diskussion über die Sicherung der Tourismusfinanzierung im Jahr 2014. Ziel solle es sein, u.a. die Strukturkosten der Tourismusorganisationen zu prüfen und neue Modelle für eine effizientere Struktur zu entwickeln. Daraufhin wurden eine Projektgruppe mit Vertretern von Tourismusverbänden- und vereinen und eine Steuerungsgruppe gebildet, zitiert der Freiheitliche Abgeordnete aus der Antwort des Landeshauptmannes Kompatscher.

Die Einteilung der Tourismusorganisationen in 3 RME erfolge aufgrund vielseitiger Überlegungen, beispielweise die Förderung von Zusammenarbeit und Gemeinschaftsgefühl, die leichtere Erreichbarkeit der Mitarbeiter dieser Verwaltungseinheiten (RME) und die Vermeidung kleiner Einheiten im Tourismusbereich, so Kompatscher in seinen Ausführungen weiter.

Einige Kritikpunkte der Tourismusverbände- und vereine waren u.a. der Verlust bestehender Kompetenzen und der von Arbeitsplätzen, der mangelnde Einfluss auf Marketingmaßnahmen und eine mögliche einseitige Kommunikation, entnimmt Leiter aus die ihm vorliegenden Dokumenten.

Zudem werden die örtlichen Tourismusvereine neben ihren festgesetzten Aufgaben noch zusätzliche Aufgaben erhalten. Finanziert werden diese Aufgaben mit den 75% der Basis-Ortstaxe, mit Gemeindebeiträgen, Schlüsselbeiträgen, welche zwischen dem Tourismusverein und der RME aufgeteilt werden, Investitionsbeiträgen und Eigenfinanzierung, welche aus dem Mitgliederbeitrag und Zuwendungen besteht. 25% der Basis-Ortstaxe gehen hingegen direkt an die RME.

Auf die Frage Leitners, ob für Südtirol eine einzige Tourismusorganisation errichtet werde, antwortete Kompatscher, dass es sich bei den RME um Verwaltungseinheiten handle, die direkt an die IDM (Innovation, Development und Marketing) Südtirol gebunden seien. Daher stellen die drei RME keine Tourismusorganisation im Sinne der heutigen Verbände dar, so der Landeshauptmann abschließend.