Nafri-Szene in Südtirol: 289 Ausweisungsmaßnahmen in drei Jahren

Veröffentlicht am 22.03.2017
L. Abg. Walter Blaas: „Bedrohungslage nicht unterschätzen“

Rund um die Vorkommnisse der Silvesternacht in Köln wurde bekannt, dass die Polizei vor allem die sogenannte „Nafri-Szene“ im Auge behält. Der polizeiinterne Begriff „Nafri“ umschreibt Straftäter aus nordafrikanischen Staaten, insbesondere Intensivstraftäter. Die Täter sind in Einbruchs- und Raubdelikte verwickelt. Daneben zählen Körperverletzungsverstöße und das Verbreiten von Drogen zu den weiteren Merkmalen der „Nafri-Szene“. Auch in Südtirol fallen immer wieder Einwanderer aus nordafrikanischen Staaten in Zusammenhang mit kriminellen Taten auf, sodass eine Erhebung der Zahlen relevant ist.

„Südtirol hat ein massives ‚Nafri-Problem‘“, stellt der Freiheitliche Landesparteiobmann in einer Aussendung einleitend fest und verweist auf die vorliegenden Informationen. „Die Quästur musste insgesamt 289 Ausweisungsmaßnahmen gegen marokkanische, tunesische, ägyptische und algerische Staatsbürger im Zeitraum der Jahre 2014 bis 2016 treffen“, hält Blaas fest.

„Die kriminelle nordafrikanische Szene konzentriert sich hauptsächlich auf die Landeshauptstadt Bozen. Dennoch sind viele Pendler, Studenten und Schüler aus dem ganzen Land dieser Szene in Bozen ausgesetzt“, gibt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete zu bedenken. „Die Strafbestände umfassend vorwiegend Drogendelikte sowie der Handel und Besitz von unerlaubten Suchtmitteln. Diese Personen aus Nordafrika scheinen den Drogensumpf im Land zu fördern“, so Blaas.

„Die ‚Nafri-Szene‘ stellt ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko für Südtirol dar. Um die Sicherheitslage im Land zu entschärfen ist ein Einwanderungsstopp – vor allem aus kulturfremden Weltgegenden – unumgänglich. Sofortige Ausweisungen von ausländischen Straftätern müssen zu einem selbstverständlichen Akt zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit werden“, unterstreicht der Freiheitliche Landesparteiobmann abschließend.