Minderheit im eigenen Land – Südtirol setzt seine Identität aufs Spiel

Veröffentlicht am 16.09.2016
Ausländeranteil an Südtirols Kindergärten und Grundschulen steigt weiter stark an – Freiheitliche haben immer gewarnt: Massenmigration ist volkstumspolitisch bedenklich

Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete und Landesparteiobmann Walter Blaas sieht mit seiner Warnung vor der Überfremdung Südtirols bestätigt. Das Statistikinstitut legte die neuesten Zahlen zum Ausländeranteil an Südtirols Kindergärten und Schulen vor. Das stete Wachstum des Ausländeranteils hält weiter an. Schon in der Vergangenheit haben die Freiheitlichen angesichts der aussagekräftigen Daten vor der Entwicklung gewarnt. Es ist davon auszugehen, dass sich die Situation weiter verschärfen wird.

Im Kindergartenjahr 2015/16 besuchten insgesamt 12.316 Kinder einen deutschsprachigen Kindergarten. Davon hatten 1.255 eine ausländische Staatsbürgerschaft inne, was einem Prozentsatz von 10,2% entspricht. Im Kindergartenjahr 2014/15 besuchten 1.204 Kinder mit ausländischer Staatsbürgerschaft die deutschsprachigen Kindergärten des Landes. Somit lag der Ausländeranteil noch bei 10,1%. Im Jahr zuvor waren es 1.066 Kinder, vor zwei Jahren 968 und im Kindergartenjahr 2011/12 besuchten 859 ausländische Kinder einen deutschen Kindergarten.

Auch in den deutschen Grundschulen des Landes stieg der Ausländeranteil kontinuierlich an. Lag der Anteil im Schuljahr 2011/12 mit 1.180 Kindern noch bei 5,9%, so stieg er 2012/13 mit 1.300 Kinder auf 6,5% und 2013/14 mit 1.428 Kinder auf 7,1%. Im Schuljahr 2014/15 besuchten 1.554 ausländische Kinder eine deutsche Grundschule, womit der Anteil auf 7,7% kletterte. Das vergangen Schuljahr konnte bereits einen Ausländeranteil von 8,2% vorweisen.

Weitaus höher liegt der Anteil ausländischer Kinder aber in den italienischsprachigen Kindergärten und Grundschulen des Landes. Etwa ein Viertel der Schüler haben eine ausländische Staatsbürgerschaft vorzuweisen.

Für Walter Blaas stellt dies eine bedenkliche Entwicklung dar. „Dieser rasante Anstieg stellt nicht nur unsere Schüler und Lehrpersonen vor große neue Herausforderungen, sondern ist auch volkstumspolitisch gefährlich. Der jahrzehntelange Rückgang der Geburten und die außereuropäische Masseneinwanderung können bei gleichbleibender Entwicklung dazu führen, dass wir in mittlerer Zukunft eine Minderheit im eigenen Land werden. Der über Jahrzehnte stabile Proporz wird sich zu Ungunsten der deutschen und ladinischen Minderheit verschieben“, warnt Blaas.

„Bereits jetzt leben zahlenmäßig mehr Ausländer in Südtirol als Ladiner. Wenn die ungebremste Masseneinwanderung weiter anhält, wird die Südtiroler Autonomie zur Disposition stehen“, warnt der Freiheitliche Landesparteiobmann abschließend und fordert mit Nachdruck den Schutz der Außengrenzen, die Unterbindung der illegalen Einwanderung und die sofortige Abschiebung von Personen, die keine Aufenthaltsgenehmigung haben.