Militärwohnungen in Brixen

Veröffentlicht am 10.05.2016
8,3 Millionen Euro an Gesamtkosten – ethnische Zusammensetzung ändert sich

Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner hat sich mittels einer Landtagsanfrage über die geplanten Wohneinheiten für die Angehörigen der Streitkräfte in Brixen informiert.

Für den Erhalt der Militärareale verpflichte sich das Land Südtirol im Gegenzug für die Angehörigen der Streitkräfte entsprechenden Wohneinheiten zu realisieren. Im Fokus der Umsetzungsmöglichkeit sei Brixen geraten, so der Abgeordnete einleitend in einer Aussendung.

Auf die Frage, warum gerade in der Stadt Brixen Wohnungen für Militärangehörige errichtet werden, obwohl keinerlei militärische Strukturen vorhanden seien, antwortete der Landeshauptmann Arno Kompatscher, dass sich zurzeit auf dem „Ex Reatto“-Kasernenareal in Brixen Familienhäuser für die Angehörigen des Heeres befänden. Da das Land den Staat ersucht hat, das Areal an die Autonome Provinz abzutreten, um die Realisierung des Mittelanschlusses an die Umfahrungsstraße in Brixen zu ermöglichen, benötigen nun die besagten Familien eine neue Unterkunft. Der Bedarf von Wohnungen für Angehörige des Heeres wird nun landesweit erhoben, zitiert Leitner aus den ihm vorliegenden Daten.

Darüber hinaus werden die Militärangehörigen, die in den Wohnungen in Brixen untergebracht sind, überall, wo in unserem Land Kasernen ein aktiver Dienst versehen wird, beispielsweise in Bozen, Bruneck, Sterzing, Innichen, eingesetzt.

Insgesamt werden den Angehörigen der Streitkräfte in Brixen 36 Wohnungen zur Verfügung stehen, wobei keine zusätzlichen Wohnungen außer diesen, die sich im Bau befinden, errichtet wurden, betonte Kompatscher auf Anfrage Leitners.

Die geschätzten Gesamtkosten betragen 8.310.246 Euro (MwSt. inbegriffen) und werden vom Staat getragen, da er Liegenschaften zu demselben Gegenwert an die Autonome Provinz Bozen überträgt, entnimmt der Freiheitliche aus der Antwort des Landeshauptmannes.

Auswirkungen habe laut Landeshauptmann Kompatscher der Bau von Wohnungen für Militärangehörige in Brixen auf die Immobilienpreise überhaupt keine, da diese Wohneinheiten auf dem freien Markt nicht verfügbar seien. Dem hält Leitner entgegen, dass durch den Bau von so vielen Militärwohnungen die ethnische Zusammensetzung unnatürlich verändert werde.