Mehrsprachigkeit in Südtirol - auf die richtigen Lehrmethoden statt auf Ideologie kommt es an!

Veröffentlicht am 20.02.2017
Befürworter der mehrsprachigen Schule handeln völlig verantwortungslos
 
Wiederum werden in Südtirol neue Vorstöße unternommen, um die mehrsprachige Schule zu verwirklichen, die nicht nur einen Verstoß gegen das Autonomiestatut darstellt, sondern vor allem auch ein echtes Risiko für eine ethnische Minderheit, schreibt die freiheitliche L. Abg. Ulli Mair in einer Presseaussendung.

„Mehrsprachigkeit ist natürlich ein Mehrwert, das steht auf alle Fälle außer Frage! Es besticht aber die Tatsache, dass die Befürworter der mehrsprachigen Schule erstens Studien, die vor einer frühzeitigen mehrsprachigen Erziehung warnen, außer Acht lassen, weil es vorrangig wohl um eine entsprechende Ideologie geht. Zweitens überrascht die Tatsache, dass die Befürworter offenbar keinen einzigen Vorstoß unternehmen, um die offenen Mängel am derzeitigen Fremdsprachenunterricht zu beheben. Man muss den Vertretern der mehrsprachigen Schule neben autonomiefeindlichen Tendenzen offen vorwerfen, dass sie bewusst keine Verbesserungen am derzeitigen Fremdsprachenunterricht erzielen wollen, um ihre mehrsprachige Schule allen Risiken und Problemen zum Trotz politisch durchzuboxen. Dieses Verhalten ist verantwortungslos!“, schreibt Mair.

Mair erinnert daran, dass die Freiheitlichen in den letzten Jahren mehrere Initiativen gesetzt hätten, um den Fremdsprachenunterricht in Südtirol zu verbessern. Sowohl Landesrätin Sabina Kasslatter-Mur, als auch Landesrat Philipp Achammer hätten zwar Verbesserungen angekündigt, seien aber schlussendlich tatenlos geblieben, urteilt Mair.

„Italienisch wird an Südtiroler Schulen nach wie vor als Kultursprache unterrichtet und nicht als Fremdsprache. Schüler plagen sich mit italienischer Geschichte ab, insbesondere mit dem Risorgimento, die in den Geschichtsunterricht gehört und mit veralteter und unverständlicher Literatur, die Teil des Literaturunterrichtes sein sollte. Dieser Unterricht erinnert fast schon an die Erziehung zum guten italienischen Staatsbürger und ist eigentlich Kulturunterricht. Die Sprachen- und Kommunikations-Kompetenz kommt viel zu kurz und das schlägt sich auch in den Ergebnissen nieder. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass sich Südtirols Schüler vielfach in Englisch leichter tun, was übrigens auch für italienische Schüler gilt. Man muss den Zuständigen im Schulbetrieb wiederholt Untätigkeit vorwerfen und den Apologeten und Ideologen der mehrsprachigen Schule, dass sie scheinbar gar nicht gewillt sind, Mängel im derzeitigen System zu beheben!“, schließt Mair.