Mahlknecht: Der neue Bozner Uni-Rektor - Zusammenarbeit mit Innsbruck? Unerheblich!

Veröffentlicht am 01.08.2017
Bozen - Der freiheitliche Bildungssprecher Dr. Otto Mahlknecht kritisiert die Aussagen des neuen Rektors der Freien Universität Bozen, Prof. Paolo Lugli. "Rektor Lugli spricht zwar viel von "Ausbau", "Größer werden", "Mehr Mittel, mehr Professoren, mehr Studenten", doch wischt er die Probleme, die diese Universität hat, mit einem Nebensatz vom Tisch", so Mahlknecht. "Die sog. "Dreisprachigkeit" driftet in der Realität immer mehr in Richtung einer italienischen Einsprachigkeit, sodass sich selbst Landeshauptmann Kompatscher zu einer Intervention bemüßigt sah. Für Rektor Lugli ist sie aber anscheinend optimal verwirklicht. Wie sonst lassen sich Aussagen wie "Wir werden die Dreisprachigkeit mit Stolz auch weiterhin anbieten" erklären? Dabei ignoriert Rektor Lugli völlig die reale Situation: Deutsch ist an der Uni Bozen mittlerweile eine Randsprache geworden! Und wenn diese inexistente "Dreisprachigkeit" weiterhin mit solchem "Stolz" angeboten werden soll, dann kann das nur heißen, dass die Verdrängung der deutschen Sprache unter Rektor Lugli munter weitergehen wird. Dabei hat eine Universität in Südtirol nur dann eine Existenzberechtigung, wenn sie einen geistig-kulturellen Mehrwert für die Südtiroler bringt. Das kann nur gelingen, wenn hier lehrende Professoren auch die deutsche Sprache beherrschen. Deshalb sollten nur solche Professoren an die Universität berufen werden, die zumindest eine wissenschaftliche Veröffentlichung auch in deutscher Sprache vorweisen können. Eine de facto immer mehr einsprachige italienische Provinzuni brauchen wir in Südtirol nicht", so Mahlknecht. "Völlig aus der Welt gefallen scheinen die großspurigen Pläne zur weiteren Ausdehnung der Uni Bozen: Gebäude, Infrastrukturen, Geldmittel, alles soll wie Milch und Honig fließen. Doch die Kooperation mit unserer Landesuniversität Innsbruck ist Rektor Lugli gerade mal zwei Zeilen wert. So wird es nicht gehen!" ist Mahlknecht überzeugt. "Wir Freiheitliche werden uns weiterhin vehement für eine Kooperation mit Innsbruck einsetzen, im Sinne eines „Tiroler Forschungskorridors“ und einer Zusammenarbeit zwischen den Tiroler Landesteilen sowie einem effizienten und nachhaltigen Einsatz der Steuergelder unserer Bürger. Das Mästen von Wasserköpfen an der Uni Bozen, die nur der eigenen Nabelschau dienen, muss der Vergangenheit angehören!" so Mahlknecht abschließend.