Leiter Reber: „Reform von SVP-Freund Renzi ist Angriff auf das Südtiroler Vereinswesen"

Veröffentlicht am 17.07.2017
Bozen – Der freiheitliche Parteiobmann Leiter Reber macht auf die Gefahren aufmerksam, die von der noch vom ehemaligen PD-Ministerpräsident und Kompatscher-Freund Matteo Renzi angestoßene Reform des Vereinswesens drohen. Diese Reform soll demnächst in Rom beschlossen werden.

„Das Ehrenamt ist eine der Säulen der Südtiroler Gesellschaft. Jetzt droht unseren ehrenamtlichen Vereinen durch die Reform aus der Feder des SVP-Freundes Renzi neues Ungemach: es winkt eine Welle an zusätzlicher Bürokratie sowie eine mögliche Einschränkung von Südtirols autonomen Befugnissen", so Leiter Reber. „So sieht die Reform des sog. „Terzo Settore" vor, dass sich gerade Amateursportvereine entscheiden müssen, ob sie noch im Landesregister der ehrenamtlichen Vereine eingetragen sein wollen, wobei sie eine Teil der bisherigen steuerlichen Vergünstigungen verlieren würden, oder ob sie lediglich in ein gesamtstaatliches Register eingetragen würden. Dies würde zwar die Anwendung der bisherigen Steuervergünstigungen größtenteils garantieren, die Vereine aber der Aufsicht von römischen Behörden ausliefern. Und wie die italienischen Behörden unsere Vereine behandeln, konnte man erst jüngst am Beispiel des SSV Bozen sehen, der von der italienischen Finanzverwaltung massiv unter Druck gesetzt wird", so Leiter Reber.

„Für die anderen ehrenamtlichen Vereine, die im Landesregister eingetragen bleiben, droht bürokratischer Irrsinn: bei jeder Neuwahl des Vorstandes muss nachgewiesen werden, dass keine Unwählbarkeitsgründe vorliegen, der Vereinsname muss verändert und um ein bürokratisches Monsterkürzel ergänzt werden, es besteht eine Mindestmitgliederzahl von 7 Mitgliedern (bisher sind es 3), die sog. „gewerblichen Nebentätigkeiten" (z.B. Erlöse aus Kartenverkäufen eines Theatervereines bei Aufführungen) werden ab Inkrafttreten der Reform teilweise besteuert. Auch bei der Rechnungslegung scheinen Neuerungen zu drohen, deren Auswirkungen auf die Südtiroler Vereine noch nicht abgeschätzt werden können, etwa die Pflicht zur Einsetzung externer Kontrollorgane, die entsprechende Kosten verursachen. Wir Freiheitliche werden hier darüber wachen, dass die autonomen Befugnisse Südtirols bestmöglich ausgenutzt werden, um die Probleme für unsere Vereine, die durch diese „Reform" drohen, so gering wie möglich zu halten", so Leiter Reber.

„Jedenfalls zeigt sich wieder einmal, dass für unsere Heimat Südtirol aus Rom immer wieder Neues kommt – doch selten Gutes und, sofern es von der SVP-Mutterpartei PD kommt, so gut wie nie etwas Sinnvolles", so Leiter Reber abschließend.