Lega, Freiheitliche, BürgerUnion und Ökosoziale Linke fordern gemeinsam Alperia-Sitz in Meran

Veröffentlicht am 14.04.2016
Eine zweite „Solland-Situation“ darf es in Meran nicht geben!

Die Meraner Gemeinderäte Rita Mattei, Alessandro Maestri, Otto Waldner, Josefa Brugger und David Augscheller fordern in einer gemeinsamen Pressemitteilung mehr Engagement und klare Aussagen von Bürgermeister Paul Rösch im Kampf um den umstrittenen Alperia-Sitz in Meran.

„Die Bedingung für die Zustimmung des Meraner Gemeinderates in der vergangenen Legislaturperiode zum Fusionsvertrag zwischen der SEL und den Etschwerken war ein Sitz der neuen Stromgesellschaft in Meran. In den Diskussionen rund um den Vertrag war sogar immer die Rede davon, dass die Arbeitsplätze in Meran mit der Fusion aufgestockt werden würden. Nun müssen wir feststellen, dass der Alperia-Sitz in Meran und die bestehenden Arbeitsplätze alles andere als sicher sind“, halten die Vertreter der Oppositionsparteien fest.

„Der Gemeindeausschuss darf sich jetzt nicht über den Tisch ziehen lassen. Bürgermeister Paul Rösch sollte sich nun weniger Gedanken über neue Ehrenbürger oder die 700-Jahr-Feier machen und stattdessen für den Erhalt der Arbeitsplätze in Meran kämpfen. Unsere Unterstützung hat er dafür, denn eine zweite ‚Solland-Situation‘ kann Meran alles andere als brauchen“, so die Gemeinderäte weiter.

„Ohne einen Alperia-Sitz in Meran muss der Fusionsvertrag angefochten werden. Der aktuelle Meraner Gemeinderat, welcher im Juni 2015 erstmals zusammengetreten ist und um die Hälfte seiner Mitglieder erneuert wurde, hat den Fusionsvertrag, der im Dezember 2015 abgeschlossen wurde, nie genehmigt. Zudem wurde erst im Nachhinein bekannt, dass die SEL über 300 Millionen Steuerschulden hat. Theoretisch hätte jeder Meraner Bürger die Möglichkeit, rechtlich gegen die Fusion vorzugehen“, warnen die Vertreter der Lega, Freiheitlichen, BürgerUnion und Ökosozialen Linken abschließend.