Landtag spricht sich gegen Antrag zum Erhalt der Geburtenstationen in Schlanders und Sterzing aus

Veröffentlicht am 13.05.2016
Der Südtiroler Landtag hat bei seiner gestrigen Sitzung einen Tagesordnungsantrag der Freiheitlichen Landtagsabgeordneten Tamara Oberhofer, welcher den Erhalt der Geburtenstationen an den Krankenhäusern Schlanders und Sterzing vorsah,  mit knapper Mehrheit abgelehnt. Oberhofer forderte, den wertvollen Dienst der Geburtenstationen an den Krankenhäusern von Schlanders und Sterzing anzuerkennen und diese Abteilungen für die Zukunft zu erhalten.

„Der Erhalt der Geburtenstationen an den Krankenhäusern Schlanders und Sterzing ist immer noch im Ungewissen. Diese Unsicherheit betrifft nicht nur die Bevölkerung, welche die Geburtenstationen der betroffenen Kleinkrankenhäuser sehr schätzt, sondern auch für das Personal, welches in der Abteilung arbeitet, ist das unendliche hin und her unerträglich. Durch das Schreiben, welches vor kurzem aus Rom kam, wurde deutlich erkennbar, dass die italienische Regierung alle Hebel in Bewegung setzen wird, um die Schließung unserer kostbaren und geschätzten Geburtenabteilungen in den peripheren Krankenhäusern zu erzwingen“, leitete Oberhofer ihren Antrag ein.

„Es steht außer Zweifel, dass die Schließung der peripheren Geburtenstationen viele Negativkonsequenzen mit sich bringen wird. Hausgeburten, Geburten auf der Fahrt ins Krankenhaus und Geburten im Rettungswagen werden zunehmen. Und nicht nur die Familienplanung könnte sich für viele Paare ändern, weil Vertrauen und Sicherheit in bisher als hervorragend empfundene Dienstleistungen verloren geht, sondern auch der ein oder andere Arbeitsplatz wird daran glauben müssen“, zeigte sich Oberhofer überzeugt.

Die Landesregierung überzeugte der Antrag hingegen nicht. Mit 11 Ja-Stimmen und 15 Nein-Stimmen wurde der Freiheitliche Antrag schließlich abgelehnt.