Landesrat Achammer lehnt Selbstverteidigungskurse an Schulen ab

Veröffentlicht am 10.06.2016
Sigmar Stocker: Vor allem für Frauen sehr schade

Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker brachte bei der heutigen Landtagssitzung im Rahmen der Behandlung des Bildungsgesetzes einen Tagesordnungsantrag zur Abstimmung, welcher vorsah, an Südtirols Schulen die Grundzüge der Selbstverteidigung zu vermitteln. SVP-Landesrat Philipp Achammer erteilte dem Vorschlag jedoch eine Abfuhr.

Immer öfter hört und liest man von Gewalttaten, welche an Mitbürgern verübt werden. Die Menschen haben immer mehr Angst in den Nachtstunden durch unsere Städte zu gehen. Nicht nur Männer und Jugendliche, sondern auch Frauen werden immer öfter angepöbelt. Vor allem die junge Generation muss davon ausgehen, dass durch die lasche italienische Gesetzgebung die Gewalt steigen und nicht sinken wird“, leitete Stocker in seinem Antrag ein.

Der Freiheitliche Abgeordnete forderte daher im beschließenden Teil seines Antrags, „an Südtirols Schulen die Grundzüge der Selbstverteidigung im Rahmen des Sportunterrichts oder der Wahlfächer als Unterrichtsstoff einzuführen“. Unterstützung erhielt Stocker von der Opposition im Südtiroler Landtag. Die SVP lehnte den Tagesordnungsantrag hingegen mit dem Verweis ab, dass die Vermittlung von Grundkenntnissen der Selbstverteidigung nicht Aufgabe von Südtirols Schulen sei. Der Antrag wurde schließlich mit 17 Nein-Stimmen zu 9 Ja-Stimmen und einer Enthaltung abgelehnt.

Sigmar Stocker zeigt sich enttäuscht vom Stimmverhalten der Volkspartei. „Gerade für die Frauen in unserem Land ist es sehr schade, dass die SVP unter Bildungslandesrat Achammer meinen Vorschlag abgelehnt hat“, so Stocker in einer Stellungnahme.