Lärmschutzwände sind dringend notwendig

Veröffentlicht am 19.10.2016
Kostenverteilung zwischen RFI und Land – Freiheitliche Landtagsanfrage

Die Landesregierung hat den Betrag für die Projektierung der Lärmschutzwände entlang der Brennerbahnlinie gemäß Kostenvoranschlag der STA vom 12.07.2016 in der Höhe von Euro 44.804,62 (inkl. MwSt) gewährt. Die Projektierung erfolgt in folgenden Bereichen: Gemeinde Brenner Zone Gossensass, Gemeinde Klausen Zone Bahnhof, Gemeinde Bozen Zone Rentsch, Gemeinde Branzoll und Gemeinde Brixen Zone Bahnhof.

„Im Jahr 2017 soll der Bau der dringend notwendigen Lärmschutzwände beginnen“, stellt der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas mit Blick auf die vorliegenden Unterlagen in einer Aussendung einleitend fest. „Insgesamt acht Millionen Euro stellt RFI für den Bau von Lärmschutzwänden zur Verfügung, wobei dies nur etwa 80 Prozent der anfallenden Kosten deckt“, gibt Blaas zu bedenken und verweist auf ein Einvernehmensprotokoll aus dem Jahr 2010. Damals wurde festgelegt, dass die RFI achtzig Prozent der anfallenden Kosten für Maßnahmen zugunsten eines besseren Lärmschutzes in den betroffen Gemeinden übernimmt, während das Land für die restlichen zwanzig Prozent der Kosten aufkommt.

„Neben der Errichtung von Lärmschutzwänden ist eine Nachrüstung beim Rollmaterial unerlässlich“, unterstreicht Walter Blaas und verweist vor allem auf die Güterzüge. „Die Errichtung von Lärmschutzwänden und deren Finanzierung darf nicht über die Notwendigkeit der Instandhaltung und Wartung derselben hinwegtäuschen“, stellt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete fest. „Hierfür ist die RFI zuständig und es braucht den entsprechenden Druck vonseiten der Gemeinden schadhafte Elemente zu erneuern. Besonders im Bereich des Bahnhofs von Bozen sind etliche Lärmschutzwände in einem desolaten Zustand“, hält Blaas fest und gibt zu bedenken, dass die fehlenden Investitionen auf Kosten der Gesundheit der Bürger gehen.

„Aus diesen Gründen ist eine rasche Umsetzung der ankündigten Maßnahmen unumgänglich, denn schlussendlich profitiert die Gesundheit der lärmgeplagten Anrainer des Einzugsgebietes der Bahntrassen“, so Obmann Walter Blaas abschließend.