Kruzifix gehört zu Südtirol

Veröffentlicht am 06.02.2017
Kultur und Tradition wichtiger als ideologische Vision

Die Diskussion um das Abhängen der Kreuze in den Klassenzimmern bricht immer wieder aus. Bereits vor Jahren gab es etwa in Deutschland und in Österreich heftige Auseinandersetzungen zu diesem Thema, aber auch auf Südtirol war die Diskussion übergeschwappt. Den Höhepunkt des Kruzifix-Streits provozierte im Jahre 2009 ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EMGR), mit welchem einer Italienerin finnischer Herkunft Recht gegeben wurde, die durch das Kreuz die Religionsfreiheit verletzt sah.
Die aktuelle Diskussion muss auch im Hinblick auf die Massenzuwanderung aus anderen Kultur- und Religionskreisen, zumal aus islamisch geprägten Ländern, betrachtet und bewertet werden. Wer von Integration dieser Menschen spricht, muss die Bewahrung unserer Werte im Auge behalten. Südtirol ist aufgrund seiner Geschichte ein christlich geprägtes Land und das Kreuz in den Schulklassen ist ein wesentlicher Teil unserer Tradition. Eine Abnahme der Kreuze in den Schulklassen würde einer Beraubung unserer Tradition und einer Unterwanderung unserer Identität gleichkommen.
Gerne berufen sich Befürworter der Kreuzabnahme in den Schulklassen auf die Menschenrechte; dabei wird vergessen, dass auch diese christliche Wurzeln haben. Dazu ein bekanntes Zitat:
“Europa wird historisch durch drei Hügel versinnbildlicht – einerseits durch die Akropolis als Ursprung der Demokratie, andererseits durch das römische Kapitol als Grundpfeiler unserer Rechtsstaatlichkeit und schließlich durch den Berg Golgotha als Versinnbildlichung unserer christlichen Tradition. Wie wir uns weder die Demokratie, noch die Rechtsstaatlichkeit nehmen lassen, so lassen wir uns auch nicht das Kreuz und unsere christlichen Wurzeln nehmen.”

Der Südtiroler Landtag

s p r i c h t

sich dafür aus, dass auch künftig in den Klassenzimmern an Südtirols Schulen das Kreuz als Ausdruck der christlichen Tradition des Landes angebracht wird.
Die Landesregierung wird verpflichtet, dem Willen des Landtages ausnahmslos Rechnung zu tragen.