Krankenhaus Bozen: Einwanderer und Sandler übernachten in Warteräumen

Veröffentlicht am 24.01.2017
Warteräume nicht zweckentfremden - L. Abg. Sigmar Stocker reicht Landtagsanfrage ein

„Kürzlich wurde ich in den frühen Morgenstunden zu einem Lokalaugenschein ins Krankenhaus Bozen gebeten. Der Grund war, dass in der sogenannten ‚grünen Zone‘ bei der ‚Ersten Hilfe‘ fast täglich Menschen übernachten. Meistens sind es Ausländer, welche die Warteräume zu ihren Schlafquartieren gemacht haben“, erklärt einleitend der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker seine Beweggründe für eine Intervention im Landtag.

„Die Sitzgelegenheiten in den Warteräumen werden als Übernachtungsquartier vorwiegend von Ausländern und Sandlern genutzt“, beschreibt Stocker seinen Ersteindruck der herrschenden Verhältnisse am Krankenhaus von Bozen. „Diese Situation ist nicht annehmbar, da die Sitze der Warteräume keine Schlafstätten sind und dieses tägliche Bild auch für die Mitarbeiter des Krankenhauses von Bozen eine Zumutung ist. Hier muss auch festgestellt werden, dass gar mancher ‚Nachtgast‘ mit den Mitarbeitern in der Zwischenzeit keinen höflichen Umgangston pflegt“, erörtert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Die Landesregierung muss umgehend gegen sind untragbaren Zustände im Krankenhaus von Bozen vorgehen“, betont Sigmar Stocker und verweist auf seine Anfrage. „Die Situation ist zu erörtern und zu beheben“, so Stocker mit Nachdruck.

„Da es ja in Bozen durch Steuergelder eigens finanzierte Schlafquartiere gibt, ist es nicht verständlich, weshalb man die Zweckentfremdung der Warteräume zulässt. Es wird gesagt, dass diese Personen nicht in die dafür vorgesehenen Strukturen der Stadt gehen wollen, weil sie sich der dortigen Hausordnung unterstellen müssten und man im Krankenhaus eben tun und lassen kann was man will. Jedenfalls sollen die Verantwortlichen die Besetzung der Warteräume des Krankenhauses umgehend auflösen und diese Personen in die vorgesehenen Schlafstätten bringen, damit das Personal und die Besucher des Krankenhauses normale und hygienische Zustände vorfinden“, hält Sigmar Stocker abschließend fest.