Kommunistische Gesellschaftsexperimente in Bozen?

Veröffentlicht am 19.10.2016
Ab dem Jahr 2019 sollen „neue Formen gesellschaftlichen Zusammenwirkens“ in der Italienallee praktiziert werden – Freiheitliche Kritik

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas kritisiert mit Nachdruck die gesellschaftspolitischen Experimente, wie sie das Koalitionsabkommen zwischen SVP und PD vorsieht. Auf dem Rücken der Südtiroler Jugend sollen Wohn- und Arbeitsmodelle ausprobiert werden, die an Sowjetzeiten erinnern.

„Der freie Geist der Jugend wird zusehends durch Überregulierung, Zwang und Vorgaben eingeengt. Die linke Politik kennt nicht die Freiheit der Eigenständigkeit sondern nur das Beugen unter Vorgaben und Dogmen“, kritisiert der Freiheitliche Landesparteiobmann. „Die Landesregierung plant das ehemalige Gebäude der staatlichen Telefongesellschaft in Bozen in der Italienallee 34, welches seit dem Jahre 2000 im Eigentum der Autonomen Provinz Bozen und seit Jahren ungenützt ist, in eine Unterkunft für Jugendliche mit Arbeitsmöglichkeit umzufunktionieren. Die Kosten sollen etwa 6.000.000,00 Euro betragen“, fasst Blaas zusammen und verweist auf das Koalitionsabkommen auf Landesebene zwischen SVP und PD, welches derartige Projekte vorantreibt.

„Im geplanten Etablissement mit dem Namen ‚SMARTUp‘ soll das sogenannte ‚Cohousing und Coworking‘ praktiziert werden. Beides sollen ‚neue Formen gesellschaftlichen Zusammenwirkens‘ sein“, entnimmt der Freiheitliche Landesparteiobmann aus dem Beschluss der Südtiroler Landesregierung Nr. 833 vom 26.07.2016. „Private Räumlichkeiten sollen mit Gemeinschaftseinrichtungen verbunden werden. Daneben würden Arbeitsräume zur Verfügung stehen, die wiederum einer gemeinschaftlichen Nutzung unterworfen wären“, beschreibt Blaas und sieht darin Parallelen zum sowjetischen Wohnungsmodell einer Kommunalka.

„Wie dabei die Jugend in die Selbstständigkeit geführt, die Abwanderung aus Südtirol verhindert und die Jugendarbeitslosigkeit abgebaut werden sollen, ist mehr als fraglich“, hält der Freiheitliche Landtagsabgeordnete fest und verweist auf die geplanten Kosten von sechs Millionen Euro.

„Der Freiheitliche Gegenentwurf sieht die Förderung von Jungunternehmen, leistbares Wohnen und den Generationenpakt vor“, unterstreicht Walter Blaas als solide Bausteine für Südtirols Jugend. „Jahrelange Experimente nach Mustern linker Kommunenromantiker sind verlorene Zeit und fehlgeleitete Investitionen von Steuergeldern“, hält Walter Blaas abschließend fest und fordert mit Nachdruck günstigen Wohnraum für Südtirols Jugend und die damit verbundene Möglichkeit der Familiengründung.