Keine Untersuchung der Störabfälle in Bozens Biomüll

Veröffentlicht am 21.11.2016
L. Abg. Blaas warnt vor Umweltauswirkungen

Störabfälle wie Papier, Plastik oder Metall finden sich in allen Biomüllrückständen und werden im Normalfall aussortiert. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas beobachtete jedoch erhöhte Konzentrationen von Störabfällen im Biomüll der Stadt Bozen. Blaas, der viele Jahre bei den Stadtwerken von Brixen tätig war, ist gleichsam ein Kenner der Abfallwirtschaft und fordert seit Jahren eine Reform der Müllentsorgung.

„Wie in allen Biomüllabfällen finden sich auch in der Stadt Bozen Störstoffe in den Rückständen“, unterstreicht der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung einleitend. „Des Öfteren wurde beobachtet, wie eine Reihe von Fremdstoffen den Biomüll verunreinigten und im erheblichen Ausmaß belasteten“, stellt Blaas fest und verweist auf seine Intervention im Landtag, denn schließlich betreffen die Umwelt und deren Belastung alle Bürger gleichermaßen.

„Der zuständige Landesrat bestätigte die Qualitätsüberprüfung der Bioabfälle der Gemeinde Bozen in der Vergangenheit. Die SEAB setzte zur Überprüfung der Qualität der Abfälle ein Gerät ein, das die Anwesenheit von Fremdstoffen ausmachte. Aufgrund der hohen Qualität der getrennt gesammelten Bioabfälle sei die Überprüfung jedoch eingestellt worden“, entnimmt Walter Blaas aus der vorliegenden Antwort auf seine Anfrage. „Auch von den Müllsortieranlagen würden keine Beschwerden zur Qualität der Biomüllsammlung vorliegen“, hält Blaas fest und äußert seine Skepsis.

„Wie so oft klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Sehr wohl sind die Störabfälle im Biomüll präsent und stellen ein erhebliches Umwelt- und Gesundheitsrisiko dar“, betont der Freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Kontaminierter Biomüll, der Schwermetalle oder andere gesundheitsschädliche Stoffe enthalten kann, gelangt in die Natur und in der Folge in die Nahrungskette“, erläutert Walter Blaas. „Jeder Bürger hat die Verantwortung zum richtigen Umgang mit Rückständen und Müll. Dennoch sind entsprechende Kontrollen zur Vermeidung von Störabfällen im Biomüll unerlässlich. Ein Netz zur Vermeidung von Schwermetallen oder anderen bedenklichen Stoffen ist unterm Strich günstiger als die Folgekosten für die Gesundheit und die Umwelt“, schließt Walter Blaas.