Keine Frühsexualisierung unserer Kinder

Veröffentlicht am 20.06.2016
Schule hat Bildungsauftrag, Erziehung ist Sache der Eltern!

Angesichts der Diskussionen bezüglich der Sexualerziehung an den Schulen lautet die entscheidende Frage: Wem gehören die Kinder und wie steht es vor allem um das Kindeswohl? Unsere nördlichen Nachbarländer möchten teilweise bereits im Kindergarten eine Vorstufe des Sexualkundeunterrichts einführen, in der Volksschule soll er dann bereits Pflichtfach sein. Vor allem linke Politiker sind der Auffassung, Sexualpädagogik könne nicht früh genug beginnen. Österreich und das Bundesland Baden Württemberg tun sich in diesem Bestreben besonders hervor.

Auch in Südtirol gibt es immer wieder Diskussionen um den Sexualunterricht, der immer aggressiver zu werde scheint. Andererseits gibt es Eltern und Erzieher, welche diesen Bestrebungen skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen. Nicht alle Eltern wollen sich ihre Kinder “enteignen” lassen und nicht alle Lehrer und Erzieher lassen sich vor den Karren eines fragwürdigen Zeitgeistes spannen. Wer sich sogar erdreistet, die Einhaltung der Bestimmungen über den Jugendschutz einzufordern, wird schnell mit dem Etikett der Prüderie versehen und in die Ecke des Ewiggestrigen gestellt. Mir hat noch niemand auf die Frage geantwortet, ob etwa künstlerische Freiheit über dem Jugendschutz stehen kann. (Ähnliches haben wir bereits bei der Diskussion ums Schächten erlebt; selbst militante Tierschützer schweigen, wenn es um die Frage geht, ob religiöse Rituale über dem Tierschutz stehen dürfen).

Früher galt: die Schule hat einen Bildungsauftrag, Erziehung ist in erster Linie jedoch Sache der Eltern. Gilt das heute nicht mehr?

Unter der verharmlosenden Bezeichnung “Akzeptanz sexueller Vielfalt” sollen bei Kindern natürliche Schamgrenzen gebrochen werden. Man kann nicht genug davor warnen und tatenlos zusehen, wenn irgendwelche Interessensgruppen dabei sind, die frühkindliche Entwicklung in intimsten Fragen zu prägen, noch dazu ohne Zustimmung der Eltern. Es handelt sich um verletzliche Kinderseelen, die im Kindergarten und in der Schule Fremden anvertraut werden.

Ein Sexualunterricht in der Schule kann nur Basiswissen vermitteln, welches behutsam und vor allem altersgerecht vermittelt werden muss. Informationen über sexuelle Neigungen und Praktiken haben dagegen im öffentlichen Unterricht nichts verloren. Sie sind etwas Individuelles und Intimes. Kinder haben bis in die Pubertät hinein ein natürliches Schamgefühl, das es zu schützen gilt.