Ja zum Erhalt der alten Lagerhalle am Bozner Bahnhof!

Veröffentlicht am 01.06.2017
Alte Bausubstanz sichert den Tourismus von Morgen

„Schon vor einigen Monaten hat die freiheitliche Landtagsfraktion auf Einladung des Kuratoriums für technische Kulturgüter in Südtirol die alte Lagerhalle am Bahnhof von Bozen besichtigt. Die Vorsitzende Frau Wittfrida Mitterer ging dabei auf deren Geschichte und den architektonischen Wert ein. Die 1200 Quadratmeter große Halle wurde 1859 nach den Plänen von Alois von Negrelli erbaut. Dieser war auch der Erbauer des Suezkanals“, so der freiheitliche Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker in einer Aussendung.

„Der Innenraum dieser 200 Meter langen und stützfreien Halle ist nicht nur wunderschön, sondern Bozen müsste sich glücklich schätzen diese Halle aus den Händen des Erbauers des Suezkanals in der Stadt zu haben! Schon das ist ein gewichtiger Grund, diesen Bau zu erhalten. Jede Stadt und auch jedes Dorf sollten immer mehr auf die jeweilige alte Bausubstanz setzen, denn wird diese abgerissen, kommt sie nie mehr wieder und man zerstört Vergangenheit bzw. alte Baukultur. Alte Baukultur wird aber nicht nur von den Einheimischen sondern auch von den Gästen immer mehr gesucht und bewundert und deshalb ist beim Kahlschlag bei alten Gebäuden zweimal nachzudenken“, so Stocker weiter.

„Ich bin felsenfest überzeugt, dass jene Länder, Dörfer oder Städte, welche viel alte Bausubstanz erhalten und besitzen in Sachen Tourismus immer mehr Chancen und Zukunft haben. Wir können nicht mit den Großstädten und deren moderner Architektur konkurrieren. Wir knacken die großen Zentren mit der Historie und Schönheit alter Bausubstanz und das gilt ganz besonders für Südtirol!“, so Stocker weiter.

„Die Lagerhalle vom Bozner Bahnhof ist eine Chance für die Stadt und auch für die Architekten. Denn in Zukunft wird die Verbindung von Neuem mit dem Alten immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dies könnten die Bozner Verantwortlichen hier unter Beweis stellen - eigentlich eine tolle Herausforderung, wenn die Köpfe wollen. Ich ersuche deshalb um Sensibilität und wohlwollende Fantasie der zuständigen Stellen und danke dem Kuratorium für technische Kulturgüter für deren Einsatz, den ich voll unterstütze. Vergessen wir nie: Unsere Landschaft und die alte Bausubstanz sind das Wirtschaftskapital Nummer eins in Südtirol“, so Stocker abschließend.