Italiens Drogentestgeräte seit über 30 Jahren im Einsatz

Veröffentlicht am 21.03.2017
Freiheitliche Anfrage

Südtirol hat ein massives Drogenproblem und umso wichtiger ist die Bekämpfung des Phänomens. Der österreichische Innenminister Sobotka beispielsweise will deshalb die Polizeikräfte mit sogenannten „Drogen-Vortestgeräten" ausstatten. Im Umfang von 55.620 Euro soll für jedes Bundesland ein Gerät samt 2.700 Teströhrchen angekauft werden. Das Gerät namens „Speicheltest P.I.A.2 613S“ kann Drogen rund um Cannabis, Ecstasy, Opiate, Kokain, Methamphetamine und Amphetamine aufspüren. Laut Medienberichten wurde das Gerät bereits erfolgreich bei der deutschen Polizei eingesetzt. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas informierte sich über mögliche Nachrüstungen bei der Polizei in Südtirol.

„‘Laut eigens vom Regierungskommissariat für die autonome Provinz Bozen eingeholten Informationen, sind die Einsatzkräfte der Polizei in Südtirol mit einem Gerät namens „Narco Test“ ausgestattet, welches die Feststellung und Unterscheidung aller gängigen Arten von Rauschgift erlaubt. Die teils sehr komplexen Analysen zur chemischen Zusammensetzung der einzelnen Substanzen können anschließend in einem eigenen, am Landeskommando der Carabinieri in Bozen angesiedelten Labor vorgenommen werden‘“, zitiert einleitend der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas aus der vorliegenden Antwort und verweist darauf, dass diese Geräte seit über 30 Jahren im Einsatz sind.

„Im Kampf gegen den ausufernden Drogensumpf ist der Einsatz von moderner Technologie, welche drogenhaltige Substanzen unmittelbar feststellt, unerlässlich“, gibt Blaas zu bedenken. Die Meldungen über große Drogenfunde, Marihuana-Plantagen und Drogenhändler überschlagen sich derzeit in Südtirol. „Umso wichtiger ist ein bedingungsloses Vorgehen gegen dieses Phänomen zum Schutz der Bevölkerung und der Gesunderhaltung“, unterstreicht Blaas und verortet die wesentliche Problematik in der illegalen Massenzuwanderung.

„Mit der Masseneinwanderung kommen Personen nach Südtirol, die kriminellen Tätigkeiten samt Drogenhandel nachgehen“, unterstreicht Blaas. „Die Personen sind umgehend des Landes zu verweisen“, fordert Blaas. „Das Verbreiten und der Anbau von Drogen stellt ein soziales und sicherheitspolitisches Problem dar, verbunden mit hohen Folgekosten für die Steuerzahler. Aus diesem Grund ist ein rigoroses Durchgreifen unumgänglich“, hält der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas abschließend fest.