Italienische Regierung setzt sich erneut für Bankenrettung ein

Veröffentlicht am 23.12.2016
Gleiches Engagement wird bei der Anhebung der Mindestpensionen vermisst

Die italienische Regierung unter dem neuen Regierungschef Gentiloni macht wieder Geld für die Rettung maroder Banken frei. Das gleiche Engagement erhofft sich Lois Taibon von den Freiheitlichen endlich auch im Bereich der Anhebung der Mindestpensionen.

„Es ist irgendwie schon nachvollziehbar, dass staatlicher Interventionismus gefragt ist, wenn die Sicherheit der Einlagen der kleinen Sparer und Anleger auf dem Spiel steht, aber was wir seit Jahren erleben, ist, dass der Staat mehr Bank spielt als auf die Einhaltung der Finanzregeln zu pochen. Im Bereich der Fürsorge warten genauso viele Menschen auf die Aufwertung und Anhebung der Mindestpensionen“, schreibt Taibon in einer Aussendung.

Zumal auch in Südtirol rund 3.300 Pensionisten mit einer monatlichen Rente unter 500,00 Euro und ca. 31.000 Pensionisten mit einer monatlichen Rente unter 1.000,00 Euro auskommen müssen, ist die Politik gefordert, mehr zu tun. „Wir erleben es immer wieder, dass Banken und Großkonzernen mit Milliardenbeträgen unter die Arme gegriffen wird. Beim Thema der sozialen Absicherung fühlen sich aber viele Pensionisten und Senioren vernachlässigt. Auch bei der finanziellen Lage vieler Familien ist es in dieser Hinsicht nicht viel anders. Laut einer Erhebung des Landesinstituts für Statistik sind rund 17 Prozent der Südtiroler Bevölkerung armutsgefährdet. Da ist die Forderung der Anhebung der Mindestrenten kein Luxusgeschrei mehr“, so Lois Taibon.

Bei allen Turbulenzen und Schwierigkeiten, die es momentan in der Finanzwelt zu bewältigen gibt, darf die soziale Absicherung der Menschen im Alltag nicht gefährdet werden, so Taibon abschließend.