Internationaler Tag der Jugend – Zukunft in der Heimat sichern

Veröffentlicht am 11.08.2016
Generalsekretär Simon Auer und Vorstandsmitglied Lois Taibon fordern Maßnahmen gegen die Abwanderung

Längst kein Geheimnis mehr ist die Abwanderung vieler Südtiroler Jugendlicher in die nördlichen Nachbarländer. Höhere Gehälter verbunden mit beruflichen Erfolgsaussichten, Studienzwecke und der Unternehmensaufbau machen die umliegenden Regionen für die Jugend attraktiv. Anlässlich des morgigen internationalen Tages der Jugend fordern die Freiheitlichen Auer und Taibon Maßnahmen, um die Abwanderung der heimischen Jugend einzudämmen.

„Südtirols Jugend ist in der heutigen Zeit mit bürokratischen Hürden, prekären Arbeitsverhältnissen und damit zusammenhängenden Zukunftsfragen konfrontiert. Viele ziehen deshalb günstigere Rahmenbedingungen in Österreich, der Schweiz oder Deutschland zur Existenzgründung vor und verlassen die Heimat. Der Politik in Südtirol kommt die dringende Aufgabe einer Kurskorrektur zu, die ein attraktives, wettbewerbsfähiges und zukunftsträchtiges Umfeld schafft. Letztlich dienen die Initiativen zur Jugendförderung allen Bürgern. Eine gesunde Ökonomie bedarf der Fachkräfte vor Ort, um sich weiterhin auf dem globalen Markt behaupten zu können. Der Wohlstand unseres Landes hängt hiervon ab“, so Taibon und Auer in einer Aussendung einleitend.

„Der steuerliche Druck der sowohl von den Unternehmen als auch von den Familien geschultert werden muss und die wachsende Bürokratie sind für ein zielgerichtetes und zukunftsorientiertes Wirtschaften nicht förderlich“, so der Freiheitliche Generalsekretär Simon Auer und Vorstandsmitglied Lois Taibon. „Mit Blick auf Südtirols Jugend, die unter derartigen Rahmenbedingungen die Abwanderung ins Auge fasst, ist die Entwicklung besorgniserregend. Ungünstige Wettbewerbsvoraussetzungen schmälern die Chance der Jugendlichen im Berufsleben Fuß zu fassen oder verbauen die Möglichkeiten eine selbstständige Existenz aufzubauen.“

Damit verbunden ist der Drang zur Abwanderung, den die jungen Menschen wahrnehmen. Vor allem die Schweiz, Österreich oder Deutschland bieten, mit Blick auf den tertiären Sektor, unterschiedliche Entfaltungsmöglichkeiten an. „Südtirol, ein Land im Herzen Europas, das aus der Fülle dreier Kulturen schöpfen kann, hätte gleich wie unsere nördlichen Nachbarn, alle Voraussetzungen wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen. Denn hemmende Faktoren bei der Wettbewerbsfähigkeit und der Verlust von Fachkräften bringen genauso sozioökonomische Probleme für die Gesellschaft mit sich, wie eine hohe Arbeitslosigkeit“, so die Freiheitlichen.

„Der Abbau von Strukturen in der Peripherie sind der Motor der Abwanderung“, unterstreichen Taibon und Auer. „Die Schließung der Geburtenstationen, der Rückbau von behördlichen Diensten oder die Unzulänglichkeiten bei der Post und den Netzverbindungen wirken sich negativ aus. Daneben führt die Massenzuwanderung zu einer Entfremdung und zur Schaffung von Parallelgesellschaften. Die Heimat soll auch für die künftigen Generationen Heimat bleiben“, betonen die Freiheitlichen.

„Deshalb wird eine greifbare Entbürokratisierung gefordert, die klare und verständliche gesetzliche Grundlagen schafft. Darauf baut die Rechtssicherheit auf und eröffnet einen Raum für neue Ideen und Innovationen, die das wirtschaftliche Fundament von Morgen bilden. Forschung und Entwicklung sind weiter zu fördern und Betriebsgründungen zu erleichtern. Nicht zu Letzt wird ein Stopp des Abbaus von Strukturen und Diensten in Südtirols Tälern und Bezirken gefordert, damit die Nahversorgung aufrechtbleibt und die Familiengründung nicht lediglich ein Traum bleibt“, so Taibon und Auer abschließend.