INAIL – hat die deutsche Sprache keinen Platz?

Veröffentlicht am 12.10.2016
Workshop für sichere Maschinen und Geräte in der Landwirtschaft und im Baugewerbe ausschließlich auf Italienisch

Der freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, begrüßt die Veranstaltung (den „Workshop“) der Landesdirektion des INAIL bezüglich der Sicherheit von Maschinen und Geräten in der Landwirtschaft und im Baugewerbe. 170 Todesfälle allein im Jahr 2015 seien allemal Anlass genug, über Aufklärung und vorbeugende Maßnahmen nachzudenken. Gleichzeitig übt Leitner scharfe Kritik an der Tatsache, dass diese Veranstaltung ausschließlich in italienischer Sprache stattfinde. Diesen Schluss lasse zumindest die Einladung zu, die ausschließlich in italienischer Sprache gehalten sei.

„Es ist doch eine Zumutung, wenn sich die Südtiroler Bauern, die zum überwältigenden Teil der deutschen Volksgruppe angehören, komplizierte Fachvorträge nur in italienischer Sprache anhören müssen. Aber auch Verantwortliche von Firmen im Baugewerbe und deren Mitarbeiter dürften die Fachvorträge in der Muttersprache lieber haben und besser verstehen. Gleiches gilt für deutschsprachige Beamte und Sachverständige. Dazu kommt, dass auch das INAIL zur Zweisprachigkeit verpflichtet ist. Daher sollte das INAIL beim gegenständlichen Workshop entweder eine Simultanübersetzung bereitstellen oder eine zusätzliche Veranstaltung in deutscher Sprache anbieten“, so Leitner.