In St. Vigil mit Schleier praktizierende Ärztin für Touristen nicht länger hinnehmbar

Veröffentlicht am 25.08.2016
Freiheitlicher Beschlussantrag gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Enneberg/Mareo

“Quo vadis Südtirol? Quo vadis Val Badia? Das sind die Fragen, die einem derzeit in den Kopf schießen“, sagt Lois Taibon, freiheitlicher Gemeinderat in Enneberg/Mareo.

Stein des Anstoßes ist in erster Linie die derzeit völlig undurchsichtige und am liebsten hinter verschlossenen Türen geführte Diskussion um die Unterbringung von Flüchtlingen im Gadertal.

„Zuerst hatten in Wengen/La Val Private dem Land eine nicht bestens ausgelastete Pension für die Unterbringung von Flüchtlingen angeboten, aber nach der Bürgerversammlung vom vergangenem 02. August, wo die Dorfbevölkerung der Gemeindeverwaltung eine ordentliche Kopfwäsche verpasst hat, rudert man jetzt schrittweise zurück. Aus den Medien erfährt man jetzt, dass die Eigentümer der Pension mit dem Land keinen Mietvertrag mehr unterschreiben wollen, obwohl das Land die Schritte zur Adaptierung der Immobilie als Asylantenheim bereits eingeleitet hat. Recht sonderbar mutet auch die jüngste Aktion des Bürgermeisters von Wengen/La Val an, der nun offenbar ganz verzweifelt versucht, die Flüchtlinge auf die anderen Gemeinden des Gadertals zu verteilen. Heute soll nach Medienberichten in Wengen/La Val eine diesbezügliche Sitzung stattfinden. Was dabei herauskommt, wird man Morgen in der Zeitung lesen können, die Gemeinderäte und die Bürger werden über den Stand der Dinge ja nicht informiert“, schildert Taibon die Situation.

„Auch in unserer Gemeinde Enneberg/Mareo ist der Bürgermeister von Wengen/La Val persönlich vorstellig geworden und hat unsere Gemeindeverwaltung innständig ersucht, sich an der Aufnahme von Flüchtlingen zu beteiligen. Was schlussendlich aber Sache ist, kann nur erahnt werden“, bemängelt der freiheitliche Gemeinderat, der sich über den spärlichen Informationsfluss sichtlich enttäuscht zeigt.

Er hat daher einen Beschlussantrag im Sinne von Art. 13 der Geschäftsordnung eingebracht, mit dem klaren Ziel, die Ankunft und Unterbringung von Flüchtlingen zu stoppen. Er habe präventiv gehandelt und hoffe so, dass der Gemeinderat seinen Antrag bei der nächsten Sitzung unterstütze, sagt der freiheitliche Gemeinderat.

Für Lois Taibon ist eines in jedem Fall klar: eine sehr große Mehrheit der Bevölkerung lehne eine Unterbringung von Asylbewerbern ab. Viele Bürger, vor allem ältere Menschen und Frauen, würden sich fürchten und seien voller Sorgen und Ängste. Er sei deshalb dringlich ersucht worden, auf Gemeindeebene tätig zu werden und Druck auf die Gemeindeverwaltung zu machen.

„Wenn nötig, unterstützen wir Freiheitliche die Unterschriftensammlung gegen die Unterbringung von Flüchtlingen, die gerade vorbereitet wird“, ist von Taibon weiter zu hören, „denn bereits jetzt steht die Welt in Enneberg kopfüber. Die neue Ärztin, die Ansprechperson für die Touristen ist, kommt aus dem Nahen Osten und hält sich strikt an die islamischen Verhaltensregeln“. Das gehe so weit, dass sie sogar die Patienten in verschleiertem Zustand untersuche. „Gar einige Touristen haben bereits ihren Unmut zum Ausdruck gebracht, aber das ist mehr als verständlich“, meint der freiheitliche Lois Taibon.