Hofer würde zu den europäischen Staatsmännern sagen: „Ach, wie regiert ihr schlecht!“

Veröffentlicht am 20.02.2017
Andreas-Hofer-Gedenkrede von L. Abg. Sigmar Stocker – Vorgebracht am 18. Februar in Truden und am 19. Februar in Völser Aicha

Vor einigen Tagen habe ich erfahren, dass es in Cavriana  - eine Gemeinde südlich des Gardasees - eine Ortsgruppe einer Partei gibt, welche den Namen „Sezione Andreas Hofer“ trägt. Ich habe dann vor Wunder nachgefragt, weshalb man einen solchen Namensgeber gewählt hat. Die Antwort war kurz, klar und deutlich: Andreas Hofer steht für Freiheit, Unabhängigkeit, den Erhalt von Werten, Traditionen und für Aufrichtigkeit und positiven Patriotismus. Er ist also ein Symbol dafür, um für diese genannten Tugenden zu kämpfen - egal ob man Tiroler ist oder nicht. Solche Überlegungen erfüllen einen natürlich mit Stolz, wenn unser Landsmann heute - 207 Jahre nach seiner Hinrichtung - noch Vorbild ist und dann auch noch für andere Völker und Sprachgruppen. Aber ist er nur ein nostalgisches oder noch ein aktuelles Vorbild? Dazu müssen wir die derzeitigen Ereignisse in Europa und auch in Südtirol ansehen, um Schlüsse zu ziehen.

Seit einigen Jahren erleben wir in Europa eine Zeit, welche durch eine große und vor allem unkontrollierte Zuwanderung unser gesellschaftliches Leben wesentlich beeinflusst. Was würde ein Andreas Hofer heute dazu sagen? Er würde meines Erachtens sicher NICHT das Kommando „zu den Waffen“ geben, aber er würde das Internet, Facebook, Medien oder Twitter als Sprachrohr für den geistigen Widerstand verwenden. Und ich bin überzeugt, er hätte auf Facebook viele Freunde.

Er würde für Sicherheit in unseren Städten, Dörfern und Ländern kämpfen, er würde den derzeitigen Respektverlust gegenüber Frauen in Europa nicht dulden, er würde von jenen Menschen, welche hier herkommen den Missbrauch des Gastrechtes nicht billigen, er würde die, die sich integrieren wollen verteidigen und die anderen verschicken, er würde den Respekt vor unseren Traditionen, Sitten, Gebräuchen und das Erlernen der Sprachen dieses Landes strickt verlangen. Sich nicht unterordnen aber einordnen, wäre für jeden der zu uns kommt eine logische Pflicht. Geschweige denn würde Andreas Hofer das Ja oder Nein zu Kreuzen in Schulen oder öffentlichen Orten diskutieren, sondern er würde das Kreuz als selbstverständlich erachten. Denn wenn die Kreuze an Schulen entfernt würden, sind dann als nächstes die Gipfelkreuze auf unseren Bergen dran und die Wegkreuze. Wenn die Jahrhunderte alten Kirchen im ganzen Land die Dörfer mitgeprägt haben, sollen dann heute die Kreuze ein moralisches Problem hier und in Europa darstellen? Hofer würde „Nein“ sagen und jedem klar mitteilen, dass in Tirol das Kreuz daheim ist und sich niemand davor fürchten braucht. Er würde jedem klar machen, dass mit dem Kreuz Traditionen und Bräuche in unseren Dörfern, Städten und Tälern verbunden sind, die den ganzen Jahreszyklus prägen.

Für Hofer, denke ich, wäre der derzeitige Zustand Europas und somit auch bei uns inakzeptabel und man würde seinen Unmut in den großen, politischen, europäischen Städten klar hören. Er würde auch kämpfen, dass die Bevölkerung in ihrer Meinung und ihren Ängsten nicht unterdrückt sondern ernst genommen wird. Linke Medien oder sogenannten Eliten möchten aber nicht, dass „harte Themen“ - ich nenne es Tagesthemen - wie die unkontrollierte Einwanderung von der Bevölkerung artikuliert werden.
Oder dass man sich gegen eine Islamisierung Europas ausspricht.
Oder dass immer mehr Südtiroler immer lauter und öfter über einen Freistaat Südtirol, losgelöst von Italien, nachdenken.
Menschen müssen frei sein, Fragen zu stellen und kritische Äußerungen zu tätigen - ich betone kritisch, nicht beleidigend oder hetzerisch! Das freie, gebildete Wort und das freie Denken sind die Grundsäulen unserer Demokratie!

Von den Regierenden würde er verlangen, dass die Heimat Europa verteidigt werden soll. Dass die Menschen ein Recht haben, sich hier in ihrer Heimat wohl und sicher zu fühlen. Ein Staat oder ein Land hat die Pflicht, Steuern einzuheben, aber es hat im Gegenzug auch die Pflicht für geordnete Lebensverhältnisse zu sorgen! Und diese Ordnung ist die einzige Garantie für den Frieden in Europa. Deshalb glaube ich würde Andreas Hofer so kernig, verwurzelt und in aufrechter Haltung - wie er beschreiben wird - dastehen, den Regierenden in die Augen schauen und meinen: wenn ihr eure Länder, Völker, Familien, eure Frauen und eure Häuser nicht vor Gewalt und Umtrieben schützen könnt, dann geht! Oder vielleicht würde er es so ausdrücken: Ach, wie regiert ihr schlecht!

Werte Anwesende!
Der Freiheitskämpfer Andreas Hofer ist in meinen Augen nicht nur ein Tirolerisches, sondern heute ein Europäisches Vorbild dafür, dass man Mut haben soll. Hofer sagt uns: erhebt die Stimme wenn man sie erheben muss. Seien wir also immer offen für Neues, aber das positiv vererbte wollen wir schützen und bewahren. Wir sind die Europäer mit Wurzeln und Geschichte und somit sind wir die Vielfalt Europas. Wir Tiroler sind - wie die Italiener oder Franzosen oder Holländer oder Schweden und andere Völker Europas - jene, die durch unserer Bräuche und Traditionen die Farbenvielfalt Europas ausmachen. Wir sind eigentlich das historisch bunte Europa. Aber wir haben einen großen Unterschied zu den linken Gutmenschen: wir bekennen Farbe und spielen nicht in allen Farben!

L. Abg. Sigmar Stocker