Heimat für die Jugend wahren

Veröffentlicht am 25.11.2016
L. Abg. Walter Blaas fordert die Umsetzung des Generationenpaktes – Heimische Arbeitsplätze ermöglichen 
 
Während zigtausende illegale Einwanderer aus Afrika, meist junge Männer, in Italien und in der Folge in Südtirol eintreffen, verlassen viele einheimische Jugendliche das Land. Der Freiheitliche Landesparteiobmann kritisiert in einer Aussendung die mangelhafte Jugendpolitik in Südtirol und die fehlenden Perspektiven.

„Mit dem Beschluss der Landesregierung Nr. 1641 vom 21.10.2013 und der Unterzeichnung des bereichsübergreifenden Kollektivvertrages zum Generationenpakt am 26.11.2013, sollte die Aufnahme von arbeitsuchenden Jugendlichen sowie von anderen Kategorien begünstigt werden durch die Reduzierung der Arbeitszeit des Personals, das kurz vor der Versetzung in den Ruhestand stand“, erörtert der Freiheitliche Landesparteiobmann und Abgeordnete Walter Blaas in einer Aussendung einleitend. „Eine klare und genau nachvollziehbare Umsetzung des Generationenvertrages ist nach wie vor nicht in Sicht. Für die heimische Jugend könnten mit der Umsetzung der Maßnahme eine Vielzahl von unterschiedlichen Arbeitsplatzen erschlossen werden“, betont Blaas.

„Im Angesicht der steigenden Arbeitslosigkeit im Allgemeinen und insbesondere der Jugendarbeitslosigkeit ist es eine Notwendigkeit, dass der Beschluss der Landesregierung der Umsetzung unterzogen wird, um auf die Arbeitsmarktsituation zu reagieren“, hebt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Blaas einleitend hervor. „Die Möglichkeit der Altersteilzeitarbeit muss den Generationenpakt berücksichtigen und den jungen Menschen den Einzug ins Arbeitsleben ermöglichen. Nicht nur aufgrund des Generationenwechsels ist dies eine wichtige Maßnahme, sondern auch wegen der Abwanderung der Jugend“, gibt Walter Blaas zu bedenken.

„Südtirol soll und muss auch in Zukunft Heimat für die jungen Generationen bleiben“, unterstreicht der Freiheitliche Landesparteiobmann. „Die Abwanderung von jungen Menschen birgt eine große Gefahr für die Heimat. Der Mangel an sicheren Arbeitsplätzen führt zur Perspektivlosigkeit und schlussendlich zur Aufgabe der Heimat“, warnt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Die Monti-Fornero-Reform hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass sich der Zugang arbeitssuchender junger Menschen auf den Arbeitsmarkt erschwert hat. Wegen des aufgeschobenen Renteneintrittsalters ist die Zahl der offenen Stellen in der Privatwirtschaft überschaubar und dementsprechend hart umworben“, erklärt der Freiheitliche Abgeordnete und legt nahe, dass die Umsetzungen des Generationenpaktes eine Entspannung bringen könnte.

„Der beschlossene – aber noch auf die Umsetzung wartende – Pakt bringe zweierlei Vorteile. Erstens wäre es möglich eine Übergangszeit zwischen Renteneintritt und Neuanstellungen dynamisch zu gestalten und zweitens brächte es die Möglichkeit mit sich, dass junge Menschen ausreichend Zeit hätten von der Arbeitserfahrung älterer Angestellter zu lernen und darauf aufzubauen“, mahnt Blaas an. Abschließend plädiert der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Blaas dafür, dass die gesetzlichen Voraussetzungen umgehend geschaffen werden.