Gleichbehandlung zwischen privatem und öffentlichem Sektor

Veröffentlicht am 07.09.2017
Freiheitliche Forderung setzt sich durch.
 
Die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Tamara Oberhofer forderte im Rahmen des Nachtragshaushaltes die Gleichbehandlung zwischen privatem und öffentlichem Sektor was die Einrichtung eines zusätzlichen Gesundheitsfonds anbelangte. Auch wenn Oberhofers Bestrebungen im Rahmen der Sitzung abgelehnt worden sind, konkretisiert die Landesregierung nun doch entsprechende Vorhaben in Bezug auf einen Landesgesundheitsfond für alle Südtiroler Arbeitnehmer. „Es geht also doch, wenn man will“, unterstreicht Oberhofer.
 
„Die Einrichtung eines zusätzlichen Gesundheitsfonds ist im verabschiedeten Gesetz zum Nachtragshaushalt, welches im Juli von der Mehrheit im Landtag genehmigt worden war, lediglich für die öffentlich Bediensteten vorgesehen. Bis dato nicht abgedeckte Gesundheitsleistungen sollen künftig für die Landesangestellten abgedeckt werden. Das Land wird somit als Arbeitgeber ab dem nächsten Jahr pro öffentlich Bediensteten jährlich 120 Euro einzahlen, damit zusätzliche Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen werden können. Nachdem zahlreiche Gewerkschaften seit Jahren ähnliche Möglichkeiten auch für Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft fordern, war es mir ein Anliegen, diese Forderung in der Juli-Sitzung vorzubringen. Es war mir wichtig, im Landtag daran zu erinnern, dass viele Angestellte laut gültigem Kollektivvertrag keine Alternative zum öffentlichen Gesundheitsdienst haben und keine Chance auf Rückerstattungen für teure, aber notwendige Gesundheitsleistungen haben. Insbesondere was den Sektor Gesundheit betrifft, mit seinen zum Teil untragbaren Gegebenheiten und Belastungen, ist es wichtig allen Südtiroler annähernd dieselben Möglichkeiten zu bieten, insofern dies gesetzlich machbar ist. Alle Spielräume sollten dahingehend genutzt werden, daher begrüße ich die Fortschritte in Bezug auf den geplanten Landesgesundheitsfonds für alle Südtiroler und wünsche mir eine rasche Umsetzung und den Ausbau der angedachten Leistungen, um die Bedarfslücken im Gesundheitswesen schließen zu können, die derzeitige Situation zu entspannen und viele Südtiroler finanziell zu entlasten“, ist die Abgeordnete Tamara Oberhofer überzeugt.