Genderwahn in Meran

Veröffentlicht am 30.05.2016
Publikationen in Stadtbibliothek wollen Kindern das Thema Gender näherbringen

In der Stadtbibliothek von Meran befinden sich Kinderbücher, welche die Genderthematik zum Inhalt haben. Kindern wird darin erklärt, dass homosexuelle Paare mit eigenen Kindern etwas völlig normales seien und das Geschlecht nur ein soziales Konstrukt sei. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner reichte zu diesen Publikationen eine Anfrage im Südtiroler Landtag ein, in welcher er die Landesregierung zu einer Stellungnahme aufforderte.

Leitner wollte wissen, wie viele Gender-Kinderbücher sich in der Stadtbibliothek Meran befinden, wer darüber entschied, diese in den Bibliotheksbestand aufzunehmen und ob die Bücher mit öffentlichen Geldern gefördert wurden.

Bildungslandesrat Philipp Achammer teilt dem Abgeordneten in seiner Antwort mit, dass laut einem Landesgesetz, die Bibliotheken bei der Auswahl der Medien autonom agieren würden und aus diesem Grund die Landesverwaltung keinen Einblick in den Bestand der Bibliotheken habe. Die Basis des Bestandsaufbaus sei das Bestandskonzept der jeweiligen Bibliothek. Dieses würde in der Regel durch den Bibliotheksrat gutgeheißen werden, erklärt Achammer. Förderung habe es für die Bücher keine gegeben. Das Amt für Bibliotheken und Lesen fördere für die Stadtbibliothek Meran lediglich Personalkosten, so Achammer.

Leitner forderte in seiner Anfrage zudem eine Rechtfertigung der Stadtbibliothek ein. Landesrat Achammer entgegnet, dass es nach Auskunft der Stadtbibliothek Meran einen Impuls des Rates für Chancengleichheit gegeben habe, eine Bibliografie mit Medien zusammenzustellen, die sich mit dieser Fragestellung beschäftigen. Es seien für diese Liste keine Medien eigens angekauft, sondern Medien ausgewählt worden, die Teil des Bestandes der Stadtbibliothek waren, so Achammer.

Von Leitner auf die Haltung der Landesregierung zu den Werken angesprochen, entzieht sich Achammer einer Stellungnahme. Wie bereits erwähnt, lege ein Landesgesetz fest, dass die Bibliotheken bei der Auswahl der Medien autonom agieren. Insofern könne die Landesregierung keine diesbezügliche Aussage treffen, schließt Achammer.

Der Freiheitliche Pius Leitner fordert indes abermals die Abschaffung des Landesbeirats für Chancengleichheit. „Mit dieser Aktion hat der Landesbeirat für Chancengleichheit erneut unter Beweis gestellt, dass er nichts weiter als ein verlängerter Arm von linken Politikerinnen ist. Die Forderungen des Landesbeirats haben nichts mit wahren Fraueninteressen zu tun, insofern gehört dieser Beirat abgeschafft“, so Leitner in einer Stellungnahme.