Gemeinsames Luftmessnetz für die Europaregion Tirol findet in Trient keine Mehrheit

Veröffentlicht am 21.04.2016
Dreierlandtag lehnt Freiheitlichen Antrag ab

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Abgeordnete zum Dreierlandtag, Walter Blaas, zeigt sich enttäuscht über den abgelehnten Freiheitlichen Antrag zur Errichtung eines gemeinsamen Luftmessnetzes für die Europaregion Tirol. „Ein verkehrspolitischer Meilenstein wurde am heutigen Tag verhindert“, schreibt Blaas in einer Stellungnahme, „denn mit einem gemeinsamen, standardisierten Messverfahren hätten verkehrstechnische Entscheidungen diesseits und jenseits des Brenners abgestimmt werden können“.

„Die Mehrheit der Abgeordneten der Landtage von Tirol, Südtirol und dem Trentino hat die Bedeutung und Tragweite eines gemeinsamen Luftmessnetzes leider nicht erkannt. Damit hätten nicht nur die Bedürfnisse der Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt besser miteinander abgestimmt werden können, der Antrag sah auch eine Online-Informationsplattform über die Luftqualität, das Verkehrsaufkommen, Staus und andere Vorkommnisse auf der Autobahn und eine ständige Aktualisierung dessen vor“, betont Blaas.

„Das hohe Verkehrsaufkommen auf der Brennerautobahn hat Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Aus diesem Grund ist die Überwachung der Luftqualität, der Schadstoffkonzentration und der Verkehrsbelastung von besonderer Wichtigkeit. Eine flächendeckende Überwachung und Erhebung von Messdaten macht nur dann Sinn, wenn das Luftmessnetz und die Messstationen harmonisiert und standardisiert sind. Eine sogenannte Vergleichbarkeit von Daten, wie sie zurzeit noch herrscht, lässt immer noch Interpretationsspielraum zu und ist für die Anforderungen eines modernen Messsystems unzulänglich“, führt der Freiheitliche Abgeordnete aus.

„Ein besonderer Dank gilt der SVP, die mit fadenscheinigen Ausreden die Annahme unseres Antrages verhindert hat. Landesrat Richard Theiner behauptete, dass es dies, was in unserem Antrag gefordert wird, bereits gäbe. Eine Online-Informationsplattform über die Luftqualität, das Verkehrsaufkommen, Staus und andere Vorkommnisse auf der Autobahn gibt es aber mit Sicherheit noch nicht“, so Blaas abschließend.