Gadertaler Bedenken bei Asylantenunterbringung ist berechtigt

Veröffentlicht am 19.04.2017
Die Unterbringung von sogenannten Flüchtlingen wird im Gadertal kontrovers diskutiert – Taibon spricht sich gegen das SPRAR-Programm aus

Die Gemeinden Corvara und Abtei stemmen sich gegen die Aufnahme von Asylanten, während einige Gadertaler Gemeinden noch keine Entscheidung getroffen bzw. sich für die Aufnahme ausgesprochen haben. Der Freiheitliche Bezirksobmann des Pustertals, Lois Taibon, teilt die Bedenken der Gadertaler Gemeinden und spricht sich gegen das SPRAR-Programm aus.

„Die Freiheitlichen sehen die unbegrenzte Aufnahme von Asylwerbern in Südtirol und insbesondere in den Landgemeinden sehr kritisch“, erklärt der Freiheitliche Bezirksobmann Lois Taibon. „Nach den Ereignissen dieser Tage in den Flüchtlingsunterkünften in Bozen und aufgrund der brutalen Gewalttaten sind die vielen Ängste und Befürchtungen der Bevölkerung mehr als berechtigt und nachvollziehbar, hält Taibon fest.

Für die Freiheitlichen würden in der Asylthematik einfach zu viele Fragen unbeantwortet bleiben. So wisse man nicht, wie lange sich die Asylbewerber aufhalten werden, mit welchen konkreten Problemen die Leute vor Ort konfrontiert werden und auf welche Personen man da schlussendlich treffen werde.

„Derzeit erhöht sich der Druck auf die Südtiroler Gemeinden sich an der Unterbringung von sogenannten Flüchtlingen zu beteiligen. Entweder durch die Teilnahme am staatlichen SPRAR-Programm oder an der Zuweisung von Asylanten durch das Land. Beim SPRAR-Programm wird den Gemeinden eine Schutzklausel schmackhaft gemacht, die eine Obergrenze zur Aufnahme von Asylwerbern vorsieht“, hält Taibon fest und spricht sich gegen diese Vorgehensweise aus.

„In Anbetracht der Übergriffe in Bozen müsse man sich auch bei uns die Frage stellen, inwiefern die Bevölkerung noch sicher ist. Der von der Politik eingeschlagene Weg der willkürlichen Aufnahme von Flüchtlingen definitiv der falsche“, erklärt Lois Taibon. Es gehe nicht darum, den Südtirolern die Hilfsbereitschaft abzusprechen, es gehe vielmehr darum, dass man unser Land nicht unsicher und zu einem Brutnest für Extremisten machen dürfe, schließt der Freiheitliche Lois Taibon in seiner Aussendung.