Führen Ausländer künftig die Asylantenunterkunft von Schlanders?

Veröffentlicht am 14.03.2017
Freiheitliche Anfrage – Vieles im Unklaren – Kritik von L. Abg. Walter Blaas

Über das ganze Land verstreut entstehen Asylantenunterkünfte. Die Landesregierung hat grünes Licht für die Unterzeichnung von Konzessionsverträgen zur Führung von Asylantenheimen gegeben. Darunter findet sich auch der ehemalige Weiß-Kreuz-Sitz in Schlanders. In unmittelbarer Nähe befinden sich das Krankenhaus, die bei Kindern und Jugendlichen beliebte Freizeitanlagen und andere soziale Einrichtungen. Mit der Führung des Heims sei die Sozialgenossenschaft „River Equipe“ beauftragt worden. Ein mutmaßlicher Schlepper leitete für „River Equipe“ das Flüchtlingsservicezentrum am Brenner. Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas übt Kritik an dieser denkwürdigen Entscheidung.

„Auf die Frage hin, welche Staatsbürgerschaft die Mitarbeiter in der geplanten Asylantenunterkunft von Schlanders vorzuweisen haben, gab die zuständige Landesrätin eine vielsagende Antwort ab: ‚Für die Mitarbeiter an der Führung einer Aufnahmeeinrichtung ist nicht die Staatsbürgerschaft ausschlaggebend, sondern die persönliche und berufliche Eignung‘“, hält der Freiheitliche Landesparteiobmann in einer Aussendung einleitend fest. „Es ist damit nicht auszuschließen, dass künftig Personen ohne italienischer Staatsbürgerschaft die Einrichtung leiten werden“, kritisiert Blaas und verweist auf den mutmaßlichen Schlepper in einer ähnlichen Einrichtung am Brenner.

„Hinzu kommt in Schlanders die besondere Problematik der Lage der Asylantenunterkunft neben dem Krankenhaus und den Freizeitanlagen“, unterstreicht der Freiheitliche Landtagsabgeordnete und sieht darin eine falsche Standortwahl. „‘Betreiber der Einrichtung und Ordnungskräfte gewährleisten die normal vorgesehene Aufsichtstätigkeit‘“, zitiert Blaas aus der vorliegenden Antwort und zweifelt daran hinsichtlich der besonderen Sensibilität des Krankenhauses und der sozialen Einrichtungen.

„Sollten Ausländer die besagte Asylantenunterkunft in Schlanders leiten, so wäre dies ein weiterer Auswuchs der Asylindustrie. Sämtliche öffentliche Institutionen sind überfordert und anstatt die Grenzen zu sichern und die illegale Einwanderung zu unterbinden, nimmt das Chaos weiter zu“, kritisiert Walter Blaas mit Nachdruck.

„Neben dem Chaos wachsen die Belastungen der öffentlichen Kassen“, unterstreicht der Freiheitliche Landesparteiobmann. „Die Anpassungsarbeiten im ehemaligen Sitz der Rettungsorganisation „Weißes Kreuz“ werden Kosten von 20.000 bis 30.000 Euro erzeugen. 28 Euro pro Tag und Person betragen zusätzlich die Kosten für die Betreuung“, unterstreicht Landesparteiobmann Walter Blaas abschließend.