Frick: „Mussolini-Relief in Bozen wurde aufgewertet und nicht entschärft!“

Veröffentlicht am 08.11.2017
Die Umgestaltung des Mussolini-Reliefs erfolgte bekanntlich auf der Grundlage eines Ideenwettbewerbs, welchen die Landesregierung schon vor fünf Jahren ausgeschrieben hatte. Bereits vor der Ausschreibung des Ideenwettbewerbs versprachen damals Landeshauptmann Durnwalder und die Landesrätin für Schule und Kultur, Kasslatter Mur, die Entfernung bzw. Unterbringung des Mussolini-Reliefs in einem Museum, sobald das Land Südtirol die Zuständigkeit dafür habe. Es blieb bis heute bei diesen Ankündigungen.
 
„Die neue angebliche Entschärfung beinhaltet ein Zitat der Sozialphilosophin Hannah Arendt: „Keiner hat das Recht zu gehorchen“. Mit diesem Lichterzug wird das Mussolini-Relief buchstäblich in ein neues Licht getaucht. Was dieser Spruch mit der Entschärfung des Reliefs zu tun hat, ist mir schleierhaft. Meinem Erachten nach, ist die sogenannte Entschärfung dieses faschistischen Reliktes nicht gelungen, sondern noch eine zusätzliche Aufwertung, und das auf Kosten der Steuerzahler. Nun ist das Relief in der Nacht mit Benito Mussolini hoch zu Ross und mit der Aufschrift „Credere, obbedire e combattere“ beleuchtet“, hält der freiheitliche Bezirksobmann Walter Frick in einer Aussendung fest.
 
„Was in anderen demokratischen Ländern undenkbar wäre, ist in Bozen wieder hervorragend gelungen: faschistische Relikte wurden aufgewertet anstatt sie objektiv zu erklären. Das Mussolini-Relief und andere Relikte und Exponate gehören in ein Museum mit entsprechenden Erklärungen und Erläuterungen der geschichtlichen Hintergründe“, so Frick abschließend.
 
Walter Frick
Bezirksobmann von Bozen Stadt und Land