Freiheitlicher Erfolg: Gebärdensprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Veröffentlicht am 08.06.2016
Beschlussantrag vom Landtag angenommen – L. Abg. Walter Blaas: Ausgleichende Gerechtigkeit

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas zeigt sich zufrieden über die Annahme seines Beschlussantrages zur Einführung der Gebärdensprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Südtirol, denn auch Menschen mit Beeinträchtigung bezahlen die jährlichen Gebühren und sollen damit auch das Recht haben, die Inhalte zugänglich zu haben.

„Auch Gehörlose haben das Recht aktuelle Nachrichten aus Südtirol und der Welt mitzuverfolgen und ein Recht auf öffentlich zugängliche Information“, erklärt Blaas einleitend. „Bis zum heutigen Tage gibt es kein entsprechendes Angebot in Gebärdensprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“, betont der Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Gehörlose entrichten ihren Rundfunkbeitrag, obwohl sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nur im eingeschränkten Maße nutzen können und wenn die Landesregierung üppige Beiträge an die RAI zahlt, ist die Forderung nach Sendungen mit unterstützender Gebärdensprache nachvollziehbar, zumal dies in anderen Ländern bereits seit vielen Jahren Realität ist. Seit 2005 ist die Gebärdensprache in Österreich verfassungsrechtlich als vollwertige Sprache anerkannt. 2006 wurde die UN-Behindertenrechtskonvention in New York unterzeichnet. Das Recht auf Erlernen der Gebärdensprache und die Förderung der sprachlichen Identität der Gehörlosen ist im Artikel 24 festgeschrieben“, so Walter Blaas.

„Deshalb wurde vom Landtag beschlossen, die Landesregierung aufzufordern, sämtliche Anstrengungen und alle notwendigen verwaltungstechnischen Schritte in die Wege zu leiten, damit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk RAI-Südtirol zumindest einmal täglich eine Nachrichtensendung der Tagesschau unter Einbeziehung der Gebärdensprache ausgestrahlt wird“, verdeutlicht der Freiheitliche Landtagsabgeordnete abschließend.