Freiheitlicher Antrag zur Behebung des Kinderarztnotstandes angenommen

Veröffentlicht am 10.04.2017
Die Freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, zeigt sich zufrieden mit der Annahme des Freiheitlichen Tagesordnungsantrages zur Behebung des Kinderarztnotstandes durch den Landtag.

„Der Freiheitliche Tagesordnungsantrag zum neuen Sanitätsgesetz sieht vor, sämtliche technische und verwaltungstechnische Maßnahmen auszuarbeiten und zu ergreifen, welche für Hausärzte, Basisärzte und Pädiater unbeschadet der geltenden 240.000 Euro Obergrenze, einen reibungslosen und ungehinderten Arbeitsablauf und Kontinuität allzeit  gewährleisten“, beschreibt die Freiheitliche Fraktionssprecherin den Inhalt des Antrages. Die SVP hat angekündigt diesbezüglich gesetzgeberisch tätig zu werden.

„Die SVP-Mehrheit konnte sich dazu durchringen, den Antrag anzunehmen und einen untragbaren Missstand in unserem Land zu beheben“, hält Mair fest. „Die Politik war gefordert dem Kinderarztnotstand ein Ende zu bereiten und eine Ausnahmeregelung für Südtirol zu erzielen. Viele Ärzte haben bereits das Land verlassen, die Gesundheitsversorgung spitzt sich immer weiter zu und die Krankenhäuser sind überlastet. Ein derartiger Zustand ist eines Landes, das sich durch gewissenhafte Steuerzahler auszeichnet, unwürdig“, so Mair.

„Das Problem der mangelnden Kinderärzte im Pustertal ist prekär und kurzfristig braucht es eine schnelle Lösung. Aus diesem Grund haben die Freiheitlichen mit einem Antrag im Landtag interveniert. Auf unterschiedlichen Ebenen wird den freien Kinderärzten das Arbeitsleben erschwert. Die Entlohnungsobergrenze schränkt die Ärzte massiv ein und wirkt sich negativ auf die Gesundheitsversorgung aus. Bereits heute ist im Gadertal beispielsweise kein Kinderarzt tätig, sondern lediglich ein Basisarzt. Viele Familien im Pustertal sind dieser untragbaren Situation ausgeliefert“, erläutert Mair.

„Trotz der Entlohnungsobergrenze müssen die betroffenen Ärzte mit begrenzten Mitteln die Gehälter der Angestellten, die Geräte, die Miete sowie den Ankauf von medizinischen Hilfsmitteln bestreiten. Auf die Dauer kann keine Arztpraxis eine derartige Belastung durchhalten, zumal stets neue Auflagen, Bürokratie und Standards hinzukommen“, erklärt die Freiheitliche Landtagsabgeordnete abschließend und fordert eine rasche Umsetzung des Freiheitlichen Antrages.

Ulli Mair
Abgeordnete zum Südtiroler Landtag