Freiheitliche haben vor Caramaschis Plänen gewarnt

Veröffentlicht am 05.07.2016
PD will Müllimporte – Reg. Abg. Walter Blaas: „Seit Jahren haben wir gewarnt, nun gibt uns die Zeit Recht“

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Abgeordnete zum Regionalrat, Walter Blaas, zeigt sich entsetzt über die Pläne der neuen PD-geführten Stadtregierung von Bozen. Demnach wolle die Stadtregierung auch auf Druck des Landes weiteren Müll von außerhalb Südtirols nach Bozen holen.

„Das Problem ist nicht der fehlende Müll, um den Verbrennungsofen in Bozen auszulasten, sondern die von Anfang an überdimensionierte Anlage“, erklärt Walter Blaas einleitend die Problematik. „Wir Freiheitliche haben stets vor den Folgen der Fehlplanung und den damit zusammenhängenden Müllimporten gewarnt. Auch in der Debatte im Regionalrat zum neuen Wahlgesetz für Bozen wurde das Müllproblem von Bozen und der Verbrennungsanlage behandelt. Hierfür gab es nicht nur wohlwollende Worte, sondern auch Kritik“, hält Blaas fest und verweist nun auf seinen Weitblick mit den Befürchtungen Recht behalten zu haben. „Die Zeit gibt uns Recht, denn Bozens Probleme werden nicht kleiner, sondern größer. In diesem Fall mit größeren Müllmengen, die importiert werden“, erklärt der Freiheitliche Abgeordnete.

„Die Müllimporte können weder im Sinne der Stadtbevölkerung noch des Wählerwillens sein“, so Walter Blaas, „denn schließlich hat die SVP stets großspurig versprochen keinen Müll zu importieren. Nun wird Bozen weiter verkommen, wenn zusätzlicher Müll angeliefert wird. Die Auswirkungen auf die Umwelt, den Tourismus und nicht zuletzt auf die Bevölkerung wären gravierend“, betont Blaas.

„Autonomiepolitisch sind Müllimporte besonders heikel“, hält der Freiheitliche fest. „Das weitere Funktionieren und die weitere Auslastung der Verbrennungsanlage in Bozen wird an das staatliche Müllaufkommen gekoppelt sein. Damit bindet der PD Südtirol weiter an den Zentralstaat. Es bleibt die berechtigte Frage offen, ob diese Vorgehensweise bei der Müllverbrennungsanlage nicht schon von Anfang an geplant gewesen war“, unterstreicht Walter Blaas.

Abschließend kündigt Blaas einen Beschlussantrag zur Verhinderung von Müllimporten nach Südtirol an.